Blog - ETMN-PICTURES
  • Sat, 17 Nov 2018 21:29:09 +0000

    Hamburg 17.11.2018

    Spotten am Helmut Schmidt Airport

    Meine Freundin hatte einen Lehrgang in Quickborn und meinte wir könnten uns ja dort in der Gegend ein Zimmer nehmen und das ganze Wochenende dort verbringen. Gesagt getan und schnell war eine passende Unterkunft in Barmstedt gefunden. Am Samstag Morgen fuhr ich sie dann zu ihrem Lehrgang und ich machte mich weiter auf den Weg zum Flughafen Hamburg. Die Wettervorhersage war auch perfekt, zwar kalt aber den ganzen Tag Sonnen und blauer Himmel. Und so ist es dann auch gekommen. Nachdem ich einmal falsch abgebogen war, bin ich an meinem Ziel angekommen, der Spotterposition am Kronstiegtunnel. Ich hatte mich bewusst für diesen Ort entschieden, hat man hier doch die Sonne die ganze Zeit im Rücken. Und wenn ich mir meine Bilder so anschaue war es auch eine gute Wahl. Auch wenn die Infrastruktur nicht mit der am Coffee to Fly mithalten kann, geht es ja in erster Linie um schöne Fotos. 

    Toll ist, das es in Hamburg inzwischen an vielen Stellen Löcher im Zaun gibt, extra zum fotografieren. Das ist eine tolle Sache und spart auch die Leiter. Und so profitieren vermutlich beide Seiten. Der Flugplatz hat nicht das Problem das einige unbelehrbare den Natordraht auf dem Zaun verdrehen um zu fotografieren und die Spotter haben klasse Fotopositionen.  

    Spotter-Fenster

    Auf dem Foto sieht man ja die Kette in der Mitte. Ursprünglich waren die Fotolöcher von der Behörde ohne diese Kette genehmigt worden, dann gab es aber wohl doch bedenken. So könnte man ja zum Beispiel ein Säugling durch das Loch stecken. Und zu guter letzt hat sich der NDR wohl auch noch eingeschaltet. Dadurch kam es zu dieser Nachbesserung. Trotzdem sind diese Löcher im Zaun klasse, auch mit Kette. Einziger ganz kleiner Kritikpunkt von mir, es ist durch die Kette recht schwierig vernünftige „Mitzieher“ zu fotografieren. Aber das ist jammern auf ganz hohem Niveau. Alles in allem eine tolle, spotterfreundliche Lösung die da gefunden wurde. An der Stelle an der ich war, habe ich 21 solcher Öffnungen, in verschiedenen Höhen, gezählt.  

    Da ich keine großen Erwartungen an den Tag am Flughafen hatte, außer mal wieder ausgiebig zu fotografieren, konnte ich eigentlich nicht enttäuscht werden. Aber der Tag entpuppte sich als ganz abwechslungsreich. Ein A400 startetet auf der Nebenbahn, ein Airbus Testflug schaute vorbei, eine polnische Regierungsmaschine und die tägliche 777 von Emirates sorgten auch für Abwechslung. Nebenbei konnte ich noch einen Falken bei der Nahrungssuche und finden beobachten. 

    Lustig war auch das der Falkner, der den Flughafen Hamburg betreut, zweimal an meiner Position vorbei fuhr. Man schaut schon zweimal hin, wenn ein Auto vorbeifährt und auf dem Arm des Fahrers sitzt ein Greifvogel. Leider war ich nicht reaktionsschnell genug, um das ganze im Bild festzuhalten. Mit so etwas rechnet man ja auch nicht wirklich. 

    Die meiste Zeit war ich allein am Zaun, gegen mittag wurde es mal kurz voller aber es lehrte sich auch wieder recht schnell. Tatsächlich habe ich von 10:45 bis 15:45 am Zaun gestanden. Irgendwann haben aber die Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt ihren Tribut gefordert. Und so habe ich mich dann wieder auf den Rückweg gemacht. Um 16:20 war eh Sonnenuntergang. Zurück zur Ferienwohnung zu fahren hat sich auch nicht wirklich gelohnt, da ich um 18 Uhr meine Freundin wieder von dem Lehrgang abholen sollte. Also bin ich dann erstmal bis nach Quickborn gefahren und habe das Auto bei REWE geparkt. Als ich da so bei REWE auf dem Parkplatz überlegte wie ich jetzt 1 1/2 Stunden totschlagen kann, ist mir aufgefallen das der Anflug der 15 genau über Quickborn führt. Mittlerweile zeigte die Uhr an, das der Sonnenuntergang nur noch 10 Minuten entfernt war. Also habe ich das 600mm Objektiv noch mal ausgepackt und damit auch einige verwunderte Blicke der Supermarktbesucher geerntet. Aber das Licht war einfach zu gut. Und ganz offensichtlich war der Fotohunger für diesen Tag noch nicht völlig gestillt.  

    Hier folgen nun schon mal ein paar Bilder die ich schon bearbeitet habe, vermutlich werden es in der kommenden Woche noch ein paar mehr werden. 

  • Sun, 11 Nov 2018 17:02:59 +0000

    Erste Flugversuche mit X-Plane

    Inzwischen habe ich einen neuen PC und dieser ist deutlich leistungsfähiger als der alte. Auch wenn eine SSD, eine Festplatte und ein paar Schrauben aus zwei meiner alten Rechner im neuen weiterleben. Eine der ersten Dinge die ich natürlich ausprobieren wollte war der FSX, den ich in der Steam Edition besitze. Schön ist ja an Steam das man nicht lange suchen muss und die Software direkt wieder installieren kann. Auch hatte ich noch ein Wetter Add-On bei Steam gekauft, auch dieses wurde sofort wieder installiert. 

    P-3C der Marine im FSX XSteam Edition
    Blick auf den Flugplatz in Nordholz (FSX)

    Das war natürlich ein Aha-Erlebnis. Das sah schon richtig klasse aus. Als ich aber am folgenden Tag wieder spielen wollte, funktionierte es nicht mehr. Ich konnte zwar im Menü noch einen Flug auswählen bzw. zusammenstellen, aber es kam kein Ladebalken und auch kein Cockpit. Nach ein wenig probieren fand ich dann heraus das es wohl an einem Windows Update (Oktober Update) liegt, welches vorher installiert wurde. Tatsächlich konnte man den Sim noch starten, aber nur im DX10 Preview Modus und damit verbunden mit vielen Grafikfehlern. Es gibt wohl ein Tool um das zu beheben, kostet allerdings  knapp 30€. Das war mir der FSX, der ja schon deutlich in die Jahre gekommen ist, nicht (mehr) wert. Also galt es sich nach einer Alternative umzusehen. 

    Irgendwann früher hatte ich schon man X-Plane in einer früheren Version ausprobiert. Da hatte es mich aber nicht so überzeugt. Aber nun waren es ja neue Voraussetzungen, denn „fliegen“ wollte ich mit dem neuen PC schon. In der Demo kann man nur in 2 Gebieten fliegen und man ist auf 15 Minuten pro Session beschränkt. Aber um damit herauszufinden ob man damit „warm“ wirt, dafür sollte es reichen. Und soviel kann ich schon verraten, es hat gereicht. Eigentlich bin ich ganz zufrieden und habe inzwischen die Vollversion als Download gekauft. 

    Das kleine Video habe ich heute mal aufgenommen und zusammen geschnitten. Da es mit der InGame Sound nicht geklappt hat, habe ich mal ein wenig (GEMA) freie Musik darunter gelegt.  

    Sportflugplatz in Nordholz (X-Plane)
    Cuxhaven (X-Plane)

    Wie man schon an den beiden Bildern erkennen kann, braucht sich X-Plane in Sachen Grafik nicht verstecken. Und das was man in den Bildern sieht ist in Bezug auf die Scenery Freeware. Es gibt verschiedene Pakete die man downloaden kann und sich so seine eigene Welt zusammenstellen. Toll ist bei X-Plane die Genauigkeit des Geländes. Mir als Ortskundigem ist es quasi möglich nach Straßen zu navigieren. Eine weitere tolle Sache bei X-Plane ist die Tatsache das es zum Bespiel in Runways Gefälle und Steigungen gibt. Zum Bespiel in Nordholz. Am Startpunkt der Bahn 26 sieht man nicht das Ende der Bahn. Auch macht es richtig Spaß das Gelände zu erkunden. In Cuxhaven habe ich zum Beispiel Wasserturm und Fernsehturm entdeckt und das auch an den richtigen Positionen. 

    Vorteil X-Plane

    Nachteil X-Plane Gelände besser Vermutlich Seitenruderpedale nötig Flugzeug und Scenry Installation AI-Traffic Scenery Daten (50GB) Funkverkehr   Preis (fast 60€)

    Auf den ersten Blick, sieht es natürlich so aus, als wenn die Nachteile überwiegen. Allerdings wird man beim FSX mehr als 60 € ausgeben müssen. Auch finde ich sieht X-Plane besser aus, als zum Beispiel der FSX zusammen mit VFR Germany von Aerosoft. Der AI-Traffic ist bei X-Plane ehr dürftig und zum Teil ist das Verhalten dieses manchmal auch nicht wirklich schlüssig. Der Funkverkehr ist bei beiden Sim’s nicht das gelbe vom Ei, bei X-Plane zusätzlich aber auch noch extrem nervig. Das System wie man Gelände hinzufügt ist, nach ca. 20 Minuten lesen und verstehen, wesentlich schlüssiger als im FSX. Man muss Gebiete oder Texturen nur in einen Ordner schieben und dann in einer ini Datei die Position angeben. Ganz unten in der Datei stehen zum Beispiel Gelände und Höheninformation und an der Spitze einzelne Flugplätze. Bei Flugzeugen ist es noch einfacher. Einfach den Ordner mit dem Flugzeug in den Flugzeugordner in X-Plane kopieren, fertig. Nett finde ich auch das man eine Taschenlampe hat, die man auswählen kann. Ist ganz praktisch wenn man ohne laufenden Motor einen Nachtflug startet. Damit findet man die entsprechenden Schalter einfacher. Auch ist der 2. Monitor (wenn vorhanden) klasse eingebunden. Man kann aus verschiedenen möglichen Ansichten auswählen die dort angezeigt werden. So gibt es eine Fluglehrerstation, an der auch Störfälle ausgelöst werden können. Ach ja, Störfälle, in X-Plane sollte man sich auch an entsprechende Geschwindigkeiten halten. Mich hat das Ausfahren der Landeklappen bei zu hoher Geschwindigkeit schon mal einen Landeklappe gekostet. 

    fehlende Landeklappe im Anflug

    Fazit:
    Ich habe den Kauf nicht bereut und werde wohl noch viele Stunden im X-Plane Universum verbringen.

  • Wed, 31 Oct 2018 11:44:18 +0000

    Der Zivilflugplatz in der Presse

    Am gestrigen Dienstag war ein Bericht über den Zivilflugplatz in der lokalen Presse. Sowohl in der Nordsee-Zeitung als auch in den Cuxhavener-Nachrichten. Bis auf die Auswahl der Beitragsbilder sind die Artikel aber identisch. Anlass für die Berichterstattung war die Tatsache das ein Workshop in den Hapag-Hallen Cuxhaven, mit dem Thema „Welchen Flughafen braucht die Region“, stattgefunden hat. Daran waren rund 40 Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf Einladung des Unternehmensverbandes Cuxhaven Elbe-Weser-Dreieck. In diesem Verband sind verschiedene Unternehmen Mitglieder. Im Vorstand dieses Vereins ist jedenfalls eine große Bandbreite vertreten. Das geht vom Einzelhandel, über Volksbank, Otto Wulf GmbH, EWE Wasser GmbH, VOCO GmbH, Cuxliner GmbH bis zu PNE Wind AG. Es wurde am Rande zum Beispiel die Frage aufgeworfen, ob die bisherige Strategie auf Privatjets und Kleinflugzeuge zu setzen richtig ist. Da die Einnahmen (zum Beispiel Landegebühren) bei diesen kleinen Maschinen, im Verhältnis zu den Fixkosten zu gering sind. Größere Maschinen würden dabei helfen ein ausgeglicheneres Ergebnis zu erzielen.  Das war aber zumindest in der Vergangenheit nicht erfolgreich, wenn man an den Mallorca-Versuch mit Germania im letzten Jahr denkt. Dieses Unterfangen scheiterte laut Presse an Sicherheitsproblemen, schon nach einem Flug. Laut dem Artikel beträgt der jährliche Zuschuss durch den Landkreis Cuxhaven zwischen 200.000 und 300.000 €. Seit der Schließung des Flugplatz Luneort 2016 steigerte dich der Flugbetrieb, was aber wiederum zu Investitionen führte. So wurde das Vorfeld verlängert, ein zweiter Feuerlöschteich gebaut und es kamen Hallen dazu.  

    Ganz interessant ist vielleicht ein Blick auf die Beteiligungsverhältnisse der Flughafen-Betriebsgesellschaft. Da sind einige naheliegende Akteure vertreten aber auch welche die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Lutz Wilhelm Voss ist zum Beispiel Geschäftsführer bei verschiedenen Gesellschaften. Zum Beispiel bei der Cuxhavener Urlaubswelten GmbH und einigen weiteren. Mibau dürfte relativ bekannt sein und taucht im Hafen von Cuxhaven öfter auf. Lenox GmbH & Co KG ist hingegen wieder interessant. Geschäftsführer ist Dirk Ahlers, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender und größter Einzelaktionär der Frosta AG. Hinter der Seier GmbH, einer Unternehmensgruppe, gehören Firmen wie Wähler oder auch die Cuxland Ferienparks.
    In dem Presseartikel wird auch Norbert Plambeck erwähnt. Dieser hat ja Pläne für den Alten Fischereihafen in Cuxhaven und auch die Vision das irgendwann wieder Kreuzfahrtschiffe in Cuxhaven anlegen. In dem Artikel wird ausgeführt, das dabei der Flugplatz in Nordholz eine wichtige Rolle Spielen könnte. So könnte man dann Passagiere zu Ausflugszielen in Deutschland per Flugzeug bringen. In der Vergangenheit gab es schon mal den Fall das Kreuzfahrtgäste aus Frankreich, per Flugzeug in Nordholz angekommen sind. Ob das jetzt noch so möglich wäre, nach den Problemen mit den Germania Flügen, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, das der Vorstandsvorsitzende der Plambeck Holding Norbert Plambeck ist. Da schließt sich dann der Kreis zwischen Zivilflugplatz und Altem Fischereihafen in Cuxhaven.

     

    Gesellschafter Stammeinlage € Anteil in % Landkreis Cuxhaven 1.040.677 69,38 Stadt Cuxhaven 118.448 7,89 Gemeinde Wurster NK 77.675 5,17 Plambeck Holding GmbH 35.800 2,39 Lutz Willem Voß 35.800 2,39 Mibau Holding GmbH 35.800 2,39 Lenox GmbH & Co. KG 36.000 2,40 OLT Flugbeteiligungen GmbH 48.000 3,20 Seier GmbH 36.000 2,40 FBG GmbH 35.800 2,39

    Ich habe mir auch die Jahresergebnisse und Haushaltsplanungen für den Flugplatz angeschaut, soweit ich diese bei der Stadt Cuxhaven oder dem Landkreis gefunden habe. In einem der Dokumente wird erwähnt das die neuen Hallen auch zu neuen Mieteinnahmen führen werden. In den Planungen für 2019-2021 sind allerdings die Erträge mit einem immer gleich hohen Betrag angesetzt, die Abschreibungen sind in diesem Zeitraum allerdings vervierfacht. Das erschließt sich mir noch nicht so ganz. 
    Auch war in einem Bericht zu lesen das die Mittel für den Hallenbau aus dem regulären Haushalt des Landkreis entnommen wurden. Erst nachträglich gab es dann einen Nachtragshaushalt. Das führte dazu das geplante Straßeninstandhaltungen nicht durchgeführt werden konnten. 

    So oder so wird es spannend zu beobachten sein wie es weitergeht mit dem Zivilflugplatz

  • Sat, 27 Oct 2018 16:15:35 +0000

    PAL Aerospace in Nordholz
    Am heutigen Samstag kam ungewöhnlicher Besuch nach Nordholz. Es handelte sich um eine DHC-8-300 der kanadischen Firma PAL Aerospace. Ob die Bezeichnung DHC-8 noch richtig ist weiß ich nicht. Gebaut wurde die Maschine zumindest, vor etwas mehr als 23 Jahren, als solche. Ihr Leben als Passagierflugzeug begann sie sogar nicht unweit von Deutschland. Erster Besitzer der Maschine war die österreichische Firma Rheintalflug. Dort flog  sie mit der Kennung OE-LRZ und dem Namen „St. Gallen“. Inzwischen ist die Airline aber Geschichte.
    DHC-8-300 von PAL Aerospace bei der Ankunft in Nordholz

    Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2016 verschlug es die Maschine nach Antigua und Barbuda in die Karibik. Bis sie dann, nach 5 monatiger Einlagerung, bei ihrem jetzigen Besitzer, PAL Aerospace angekommen ist. Die bauten das Flugzeug in der Folge, wie sie es nennen, zu einem Force Multiplier um. Unter dem  etwas sperrigem Begriff versteckt sich in erster Linie ein Seefernaufklärer. Allerdings mit einem ganz anderen Ansatz. Denn es handelt sich ein Flugzeug das man „anmieten“ kann und das dann mit Crew von PAL Aerospace gestellt wird. Von einem solchen Ansatz habe ich heute zum ersten mal gehört.

    Die De Havilland kurz nach erreichen der RAMP 1

    Und eigentlich ist auch die Aussage, das es sich um ein Seeraumüberwachungsflugzeug handelt viel zu kurz gegriffen. Es handelt sich um eine ISR Plattform. ISR steht für Intelligence, Surveillance and Reconnaissance. Übersetzen könnte man das ganze wohl am besten mit Nachrichtendienst, Überwachung und Aufklärung. Damit wäre quasi auch schon die Aufgabe der ehemaligen SIGINT Atlantic abgedeckt. Dieses Flugzeug oder anders gesagt diese Plattform, ist noch relativ neu. Sie wurde im November 2017 auf der Dubai Airshow erstmals vorgestellt. Auch kann ein solches Flugzeug die Aufgaben eines Ölüberwachungsflugzeug, wie zum Beispiel die der in Nordholz beheimateten Do 228, zumindest zum Teil übernehmen. Und das geschieht auch momentan schon. So sind zum Beispiel die Niederlande Kunde bei PAL Aerospace. Es gibt einen Vertrag der 2 Dash 8 Flugzeuge beinhaltet, welche in der Niederländischen Karibik auf Curacao stationiert sind. Dieser Vertrag deckt die Überwachung bezüglich illegaler Immigration, Fischereiüberwachung und Drogen ab. Der Wert dieses Kontrakt wird mit 30 Millionen Dollar angegeben, wurde im Juli 2017 um 2 Jahre verlängert.  

    Ausrüstung

    Die Ausstattung, dieser relativ kleinen Maschine, finde ich persönlich recht beeindruckend. So verfügt das Flugzeug über ein AESA  (Active Electronically Scanned Array) Radar. Das bedeutet das man das Radar nicht physisch schwenken muss um die Position der Radarkeule zu verändern, sondern das passiert elektronisch. Das Radar vom Typ Searchmaster kommt von der Firma Thales und wiegt gerade einmal 75 kg. Darum wird auch von Thales behauptet, das es das Radar mit dem besten Gewichts/Leistungsverhältnis ist. Zusätzlich gibt es eine Kamera am Bug, die sowohl im optischen als auch im Infrarot Bereich arbeitet. Daher ist sie bei Tag und Nacht einsetzbar.  

    Das Cockpit ist so ausgelegt, das es mit Nachtsichtgeräten kompatibel ist. Außerdem hat das Flugzeug größere Tanks, was zu einer Ausdauer von über 10 Stunden führt. Auch ist es möglich Dinge aus dem Flugzeug abzuwerfen. Zum Beispiel Rettungsflöße, Rauch-Marker oder  Leuchtraketen. Schiffsbewegungen können mittels AIS überwacht werden. Die Konsolen zur Darstellung der gesammelten Daten stammen ebenfalls von Thales und nennen sich AMASCOS. Da die Maschine auch über SATCOM verfügt, ist es Möglich Bilder und Videos aus dem Einsatz schon während des Flugs zu übertragen. Die Typische Crew besteht aus 6 Personen. 2 Piloten, 1 TACO, 1 radar Operator und 2 Beobachtern.

    Ein paar der Details an der C-GFMX am Bild erklärt.

    Konzept

    Das Konzept hinter dem Flugzeug ist relativ einfach. Man kann es Stunden / Tageweise oder für längere Zeiträume mieten. Wenn man zum Beispiel  ein Sportevent (Olympia, WM) überwachen will, wird man dafür nicht extra Flugzeuge anschaffen. Es kann auch als eine Art Interimslösung genutzt werden, bis der Auftraggeber ein neues Muster eingeführt hat. 

    Das bietet den Vorteil das man das vorhandene Know How der Crews nicht verliert. Ein weiterer Aspekt ist, das die Maschine auch zum Training von Crews eingesetzt werden kann. Normalerweise wird die Crew von PAL Aerospace gestellt, in solchen fällen wäre sie dann aber gemischt. Gerade aufgrund der Tatsache das viele P-3 momentan ersetzt werden müssen, erhofft  

    sich die Firma einen Markt für das Flugzeug. Ob sich das tatsächlich so bewahrheitet, wir die Zukunft zeigen müssen. Grundsätzlich klingt die Idee aber nicht dumm. Es ist sicherlich einfacher ein solches Flugzeug zu mieten, also die Beschaffung einer ganzen Flotte zu bewerkstelligen. Sowohl politisch als auch finanziell. 

    Stellt sich die Frage warum dieses Flugzeug ausgerechnet in Nordholz steht. Wissen tue ich es nicht aber es finden sich ja gewisse Anknüpfungspunkte, von denen man denken könnte, das sie die Marine zu einem potentiellen Kunden von PAL Aerospace machen. So zum Beispiel das die ehr betagte P-3 die in Nordholz genutzt wird. Oder die Tatsache, das gerade eine Modernisierung der Atlantique 2 beschlossen wurde. Da wird dann auch das Searchmaster Radar von Thales an der Atlantique verwendet.  Kleiner Exkurs am Rande, die Atlantic in Nordholz wurde unter anderem außer Dienst gestellt, weil man sagte, das der Unterhalt zu teuer wird. Offensichtlich hält das die Franzosen nicht ab oder aber sie haben andere Daten. Die modernisierte ATL2 soll noch  wenigstens bis zum Jahr 2030 fliegen und das in einer Stärke von 18 Maschinen. 

    Der wichtigste Faktor könnte aber sein das Airbus und PAL schon jetzt Partner sind beim C295W Programm. Da Airbus ja auch bei der P-3 mit im Boot ist, könnte sich hier der Kreis schließen. Es kann aber natürlich auch sein das es sich einfach um einen Zufall handelt das die Maschine heute in Nordholz gelandet ist. Vielleicht wird man das irgendwann mal erfahren. 

  • Tue, 09 Oct 2018 20:26:23 +0000

    Germania in Nordholz

    Am Dienstag und Mittwoch war mal wieder Germania in Nordholz zu Gast. Wie ich später erfahren habe, handelte es sich dabei um ein Type-Rating für den Airbus. Durch einen glücklichen Zufall oder anders gesagt, durch die Möglichkeiten des Internet, bin ich in Kontakt gekommen mit einem der in der Maschine gesessen hat. Da die Crews gerne Bilder als Erinnerung haben wollten, habe ich gleich gefragt ob es möglich ist im Gegenzug ein paar Aufnahmen aus dem Flieger zu bekommen. Und wie man sieht, an den Bildern in diesem Beitrag, war es möglich. 

    Alle Bilder bei Tageslicht sind in oder auf dem Weg nach Nordholz aufgenommen. Die Bilder welche in der Dämmerung entstanden sind, sind auf dem Flug von Nordholz nach München am Mittwoch angefertigt worden. Von München ging die Maschine übrigens weiter nach Tel Aviv. Am Dienstag kam die Maschine auch aus Hamburg, flog nach erfolgreichem Type Rating dann allerdings weiter zum Bodensee. Toll war natürlich an beiden Tagen, das auch noch am frühen Abend geflogen wurde und sich so tolle Lichtspiele und Farben ergaben.

    Germany Type Rating in Nordholz

    So wie auf diesem Bild vom Dienstag zu sehen. Toll war auch das an beiden Tagen verschiedene Landerichtungen genutzt wurden. Während am Dienstag die Bahn 26 aktiv war, war es am Mittwoch die 08. Natürlich habe ich auch versucht verschiedene Perspektiven zu finden. Ich hoffe es ist gelungen. Zu den Bilder aus dem Flugzeug sei noch gesagt das es am Mittwoch relativ diesig war und die Maschine auch relativ schnell weit weg vom Flugplatz. So sind leider nicht wirklich tolle Aufnahmen des Flugplatzes in Nordholz aus der Luft zustande gekommen. In dem Airbus A319 saßen am Mittwoch gerade mal 6 Personen. Das Type Rating erfordert auch ein Landetraining, welches in Nordholz durchgeführt wurde. Dazu musste jeder der Umschüler 6 Starts und Landungen fliegen. Als Spotter natürlich klasse wenn da ein Airbus am Platz ist und rund 2 Stunden lang Platzrunden fliegt. 

    Viel Platz im Airbus

    An den Beiden Tagen habe ich jedenfalls mehrere hundert Aufnahmen gemacht, vermutlich ist die D-ABGO jetzt eines der „besser“ dokumentierten Flugzeuge in meiner Fotosammlung 😉









    Zweites Highlight des Abends war eine Luftbetankung. Ich meine es war ESSO 75 und NATO40. Immer wieder faszinierend zu sehen. Erstaunlich das überhaupt ein brauchbares Bild entstanden ist, bei 500mm Brennweite und 1/80.

    Als die Umschüler den Flugplatz in Nordholz verlassen hatte, folgte als weiteres Highlight noch eine Luftbetankung. Ich finde es immer wieder faszinierend so etwas zu beobachten. Und es verliert nichts an seiner Faszination. Und auch danach habe ich mal den Flugplatz genutzt um ein Sonnenuntergangsbild aufzunehmen. 

    Später war wieder „Ruhe“ rund um den Flugplatz. Und es bot sich dieser Anblick

    Am Mittwoch war ich deutlich früher am Platz und so habe ich deutlich mehr Aufnahmen des Germania Fliegers gemacht. Und auch sonst war an diesem Tag noch ein wenig mehr Flugbetrieb. Einen Sea King konnte ich fotografieren, der geleaste EC, die Do228NG 57+05 folgten auch auf die Speicherkarte. Zum Abschluss dieses Fototages bin ich dann natürlich noch mal beim Zivilflugplatz vorbei gefahren. Dort befand sich eine Cessna Caravan. Natürlich habe ich auch versucht etwas über diese Maschine mit der Kennung D-FBSF herauszufinden. 

    Eine Cessna 208B Grand Caravan der Firma bsf swissphoto war auch noch auf dem Zivilflugplatz zu sehen. Die Firma schreibt über sich selbst “ führende Experten in Vermessung, Monitoring, Fernerkundung und Geoinformation und liefern Vermessungs-Kompetenz von Millimeter-Genauigkeit bis landesweiter Abdeckung.“

    Die Cessna war im Auftrag der Bundesanstalt für Gewässerkunde im Bereich der Außenweser für Vermessungsflüge unterwegs. Nordholz diente als Basis für die Nacht und nutzte natürlich auch die Möglichkeit hier zu tanken. Auch wenn der Firmenname suggeriert das Fotos gemacht werden, war das bei diesem Auftrag nicht der Fall. Es befand sich ein Laserscanner zur Abtastung der Geländeoberfläche an Bord. Als Ergebnis der Vermessung entsteht ein digitales Geländemodell, durch das man zum Beispiel genau Informationen zur Höhe des Geländes erhält. Aus diesem Grund fanden die Flüge über der Außenweser bei ausgeprägtem Niedrigwasser statt. 

    Wie immer hoffe ich das einige meiner Infos interessant waren oder zumindest unterhaltsam. Und ansonsten gibt es ja auch noch die Bilder. 







  • Sun, 22 Apr 2018 18:15:06 +0000

    First Landing of Type

    Hin und wieder gibt es auch in Nordholz echte Highlight’s zu bestaunen. Und ein solches war heute in gleich doppelter Form am Platz. Um kurz nach 12 Uhr am Mittag landeten in kurzer Folge 2 japanische Kawasaki P-1.

    Ankunft der ersten P-1 5503 in Nordholz

    Neben der P-8 aus den USA (die auch schon in Nordholz war) ist die P-1 der einzige Neubau was ein Seeraumüberwachungsflugzeug angeht. Gemeinsam haben beide Typen das sie die P-3 ersetzen sollen. Die Philosophien sind aber grundsätzlich verschieden. Während Japan den Ansatz, den auch schon die P-3 hatte, langsam und tief zu fliegen, weiterverfolgt, geht man mit der P-8 neue Wege. Diese soll aus größerer Höhe operieren, was vermutlich auch der Tatsache geschuldet ist, das es sich letztlich um eine umgebaute 737 NG handelt. Das hat zum einen den Vorteil das man etwas erprobtes nutzt und zum anderen wird es wohl wenig Probleme mit Ersatzteilen geben.

    Kurz vor dem Überfliegen der Flugplatzbegrenzung

    Normalerweise sollten auch die Beschaffungskosten niedriger sein, das scheint aber nicht der Fall zu sein. Indien hat pro P-8 rund 250 Millionen USD gezahlt, laut Verteidigungsministerium in Japan schlägt die P-1 mit 150 Millionen USD zu buche. An der zweiten Aufnahme sieht man auch schon einige der auffälligen Unterschiede zur P-8. Zum einen wären da 4 statt 2 Triebwerke. Was auch wieder dem Ansatz geschuldet ist, das man davon ausgeht tief mit dem Flugzeug über dem Wasser unterwegs zu sein. So hat man zum einen durch 4 Triebwerke mehr Redundanz und hat so eine zusätzliche Reserve zum Beispiel im Falle eines Vogelschlages. Der Installierte Schub ist bei beiden Flugzeugen in etwa gleich. Die 2 CFM Triebwerke liefern einen gleichen Schub wie die 4 IHI Corporation F7 Turbofan Triebwerke der P-1. Unterschied ist wiederum das die Triebwerke des japanischen Musters extra für das Flugzeug und die Aufgabe entwickelt wurden. Daher wurden Metalle und Legierungen verwendet die eine hohe Korrosionsfestigkeit auch in Umgebungen mit Salzwasser erreichen. Die Triebwerke der P-8 sind lediglich angepasst.

    Man beachte die Person am Fenster mit Handtuch? auf dem Kopf

    Auch sind die Flügelformen grundsätzlich verschieden. Die P-8 hat einen etwa 25 Grad gepfeilten Flügel der auch an der Hinterkante eine Pfeilung aufweißt. Die P-1 hingegen hat einen gepfeilte Vorderkante (etwa 23°) aber eine gerade Hinterkante. Damit ist die Flügelfläche deutlich größer was bessere Langsamflugeigenschaften zur folge hat. Auch ist das Flugzeug dadurch agiler. Zu guter letzt hat die P-1 auch einen MAD-Detektor. Daher ist die APU auch im hinteren Teil des Rumpf verbaut und nicht weiter hinten. Andernfalls würde sie die Funktion des MAD beeinträchtigen. Die graue Fläche unter dem Cockpit ist Teil des Toshiba HPS-106 AESA Radar. Dieses befindet sich auf beiden Seiten und in der Nase und bietet eine 360° Rundumsicht.

    Gegen 12:20 folgte mit der 5508 die zweite P-1

    Über dem Cockpit befindet sich das ESM. Außerdem verfügt das Cockpit über größere Scheiben sowie HeadUp Displays. Die Crew besteht aus insgesamt 11 Personen. Im Rumpf befindet sich ein Bombenschacht mit 8 Aufnahmepunkten. Dahinter sind Abwurfschächte für 30 Sonarbojen. Weitere 60 sind im Flugzeug und können nachgeladen werden. An den Tragflächen befinden sich je 4 Aufnahmepunkte für Waffen. Macht insgesamt 16 Waffenstationen. Weiter ist bemerkenswert das dieses Flugzeug per „Fly-by-light“ gesteuert wird. Das bedeutet Steuersignale werden nicht elektrisch oder mechanisch übertragen, sondern in Glasfaserkabeln per Licht.

    In der ersten Maschine waren 19 Personen, also werden es insgesamt wohl so um die 40 sein. Für diese Aufnahmen habe ich mich dann freiwillig weiter vom Flugplatz entfernt und bin etwa 200m weit auf eine angrenzende Weide gestellt. Die 5508 in der Frontansicht

    Die Übertragung per Licht bietet den Vorteil das man zum einen Gewicht spart und zum anderen die Steuerung weniger anfällig gegenüber elektromagnetischer Strahlung ist. Die P-1 ist die erste Serienmaschine der Welt die diese Technik einsetzt. Die 4 „Striche“ unter den Frontscheiben sind IFF Antennen. Die Reichweite liegt bei ca. 8.500 km und die Zuladung bei rund 10 Tonnen. Insgesamt ist sie der P-3C in eigentlich allen Bereichen überlegen, was aber bei einem Neuentwurf nicht erstaunlich ist. Welches Konzept sich tatsächlich durchsetzen wird, in großer Höhe in Verbindung mit Drohnen (P-8) oder ehr am Boden (P-1), muss man in der Zukunft sehen.

    5508 rollt auf ihren Abstellplatz zu An der 5503 ist man schon mit der Entladung beschäftigt

    Die P-1 wurde parallel mit der Kawasaki C-2 entwickelt. Daher verwenden beide Maschinen viele gleiche Teile. Zum einen an der Struktur als auch bei der Avionik. So ist zum Bespiel die Grundstruktur der Flügel die gleiche. Der Grund das wir überhaupt in den Genuss des Besuch gekommen sind, ist die ILA in Berlin. Daher werden die Maschinen, vermutlich am Montag, dahin weiterfliegen. Ein kurzer aber toller Besuch. Und wie man am letzten Bild sehen kann, führte es schon zu richtig Andrang im Anflug, zumindest für Nordholzer Verhältnisse.

    Selten ist ein solcher Auflauf in Nordholz
  • Fri, 13 Apr 2018 18:49:16 +0000

    Freitag der 13. bringt eine Antonov
    Antonov 124 UR-82009Kurz nach der Landung in Nordholz um 19:38

    Am heutigen Freitag den 13. war mal wieder eine Antonov 124 zu Besuch. Und entgegen dem allgemeinen Aberglauben war dieser 13. eigentlich einen Glückstag, so bot sich mal wieder die Gelegenheit eine Antonov 124 zu fotografieren. Ganz genau handelte es sich um eine Maschine der Version 124-100M-150. Wobei ich davon ausgehe das der Buchstabe M wohl für die Modernisierung steht und die 150 für die Nutzlast von 150 Tonnen. Antonov Airlines, welches ein Tochterunternehmen des Flugzeugherstellers Antonov ist, betreibt insgesamt 7 Maschinen dieses Typs. Darüberhinaus fliegt auch die einzig existierende Antonov AN-225 Mriya für Antonov Airlines. Zusätzlich gehören zur Flotte noch eine AN-22 Antei, zwei AN-12, eine AN-26 sowie eine AN-74T. Ich persönlich finde die Lackierung der Antonov Airlines Maschinen ansprechender als die des Konkurrenten Volga-Dnepr. Aber das ist sicher Ansichtssache. Die Nutzung der Antonov 124 durch die NATO geht auf das Jahr 2004 zurück, als 15 Nationen ein Memorandum of Understanding unterzeichneten. Set dem Jahr 2006 fliegt Antonov Airlines im Rahmen des SALIS Programms. Ursprünglich stand die Abkürzung SALIS für Strategic Airlift Interim Solution. Als diese Verträge aber im Jahr 2016 ausliefen und man sich bewusst war, das man diese Transportdienstleistungen noch längere Zeit benötigen wird, wurde das Programm umbenannt. Nun steht SALIS für Strategic Airlift International Solution. Da war man so clever und hat einen neuen Namen gewählt der aber ebenso zur alten Abkürzung passt.

    UR-82009 Beim wenden am Ende der Runway 26 und abbiegen auf den Taxiway. Bei dieser Maschine handelt es sich um eine Version mit westlicher Avionik, daher die Bezeichnung An-124-100M-150

    Die Änderungen an der Antonov 124-100M-150 sind vielfach aber hauptsächlich im inneren der Maschine, so das eine Unterscheidung von außen eigentlich nicht möglich ist. Eine der Hauptänderungen ist die Erhöhung der Nutzlast von 120 auf 150 Tonnen. Damit verbunden ist auch eine Anhebung des Maximalen Take-Off Gewicht von 392 auf 402 Tonnen. Die Reichweite wurde erhöht. So beträgt die Reichweite mit 120t Fracht nun 5.400 km zu vorherigen 4.650 km. Was vermutlich ein weiterer wichtiger Punkt ist, ist die Erhöhung der Nutzungsdauer.

    UR-82009 Antonov 124-100M-150

    Da ein Neubau von An 124 aufgrund des begrenzten Marktes und der Situation Russland-Ukraine ehr unwahrscheinlich erscheint. So wurde bei dieser Version die maximale Anzahl der Flugstunden auf 24.000 angehoben. Inzwischen ist ein Service life von 50.000 Stunden / 10.000 Flügen oder 45 Jahre erreicht worden. Das Wartungsintervall beträgt 500 Stunden. Wobei allerdings nicht angegeben ist um welche Art von Wartung es sich handelt. Bei zivilen Flugzeugen würde nach diesem Zeitraum wohl ein A-Check anstehen.

    UR-82009 Antonov 124-100M-150

    Verbunden mit der Erhöhung des maximalen Startgewichts wurden auch verstärkte Reifen und ein anderes Anti-skid System verwendet. Dadurch kann sich auch die Landestrecke um bis zu 30% verkürzen. Außerdem wurde der Boden des Frachtraums so verstärkt das er in der Lage ist, ein einzelnes Frachtstück mit dem Gewicht von 150 Tonnen zu tragen. Neben vielen Anpassungen auf westlichen Standard was die Avionik angeht, wurde auch die Crew von 6 auf 4 Personen reduziert. Das Triebwerk D-18T der dritten Serie wird vom ukrainischen Unternehmen Ivchenko-Progress gefertigt. Es gibt wohl auch Arbeit an einer vierten und fünften Serie bei Ivchenko-Progress. Was ich aber bei der geringen Anzahl von möglichen Abnehmern ehr für unwahrscheinlich halte. Da nur Antonov 124 und 225 dieses Triebwerk nutzen.

    UR-82009 Antonov 124-100M-150 UR-82009 Antonov 124-100M-150

    Insgesamt hat die Antonov 124 ein Tankinhalt von 230.000 kg. Und die heute in Nordholz gelandete Maschine ist ein „Unikat“, da die UR-82009 die einzige Antonov 124 ist, mit zusätzlichen Türen im hinteren Rumpf. Diese wurden im Rahmen der Erprobung eingebaut. Da stellte sich heraus (wie jetzt auch beim A400) das es zu Problemen beim Absetzen von Fallschirmspringern über die Heckklappe kommt. Da die Verwirbelungen hinter der Maschine nicht ungefährlich sind. Zu diesem Zweck wurden auf beiden Seiten des Rumpfes (vor und unter der Registrierung) Türen eingebaut. Da aber die damalige sowjetische Armee kein Interesse mehr hatte an dem Absetzen von Fallschirmspringern aus der Antonov, bleib diese Maschine die einzige mit diesen Türen. Die Maschine ist am Freitag aus Bamako in Mali gekommen und von Nordholz aus nach Split in Kroatien geflogen.

  • Thu, 08 Feb 2018 16:39:27 +0000

    Explore the New – Die neue Lackierung der Lufthansa

    Am heutigen Donnerstag habe ich einen Tag frei genommen und mich auf den Weg nach Bremen gemacht. Grund dafür war der Besuch einer Lufthansa 747-8 und das auch noch in einer neuen Lackierung. Dankenswerter weise hatte die Lufthansa vorab veröffentlicht zu welcher Zeit sie an welchem Flugplatz sein will. Bremen war für 10:40 geplant. Tatsächlich wurde es dann ein wenig später. Auch auf dem Twitter-Kanal der Lufthansa war zu lesen das der Überflug in 200ft, also etwa 60m, stattfinden sollte. Das klang schon mal alles ganz gut und auch das Wetter war mit über 7 Stunden Sonnenschein recht gut vorhergesagt. Einziger kleiner Wermutstropfen war die Tatsache das die Temperaturen an diesem Donnerstag morgen, mit -7°C recht frostig waren. Ursprünglich hatte ich überlegt von Bremen weiter nach Hannover zu fahren. Dort sollte die Maschine gegen 12:50 auftauchen und die Südbahn überfliegen. Da die Bilder die ich in Bremen machen konnte aber eigentlich schon perfekt waren, habe ich mir die 200 zusätzlichen Kilometer gespart und habe noch ein wenig in Bremen fotografiert.

    Neue Lackierung der Lufthansa in Bremen

    Allein für die Lufthansa Maschine, die zusammen mit einer Lufthansa Citation (Fotoflugzeug) den Flugplatz überflog, war die Anfahrt mehr als wert. Allerdings sind auch alle anderen Bilder klasse geworden und einzig eine Maschine von Ryanair hatte bei der Landung keine Sonne. Insgesamt habe ich um die 450 Bilder gemacht und etwas über 30 habe ich für diesen Beitrag ausgewählt.
    Wer keine Lust auf das Lesen hat, kann auch unter dieser Adresse den Spotterblog Spotterbrowser aufrufen und sich dort die Bilder anschauen. Einfach das Datum 08.Februar auswählen und auf Suchen klicken.
    Der Grund für das neue Design der Lufthansa ist der 100 Geburtstag der Firma. Das jetzige Logo stammt von Otl Aicher aus dem Jahre 1962. Von diesem Grafikdesigner stammt zum Beispiel auch das Erscheinungsbild der Olypischen Spiele 1972 in München, ZDF, König Pilsener und Bayer.
    Der Designer Ronald Wild sagt übder das neue Design das der Kranich jetzt leichter und dynamischer ist und das die führende blaue Farbe edel und Tiefe vermitteln soll. Der Blaue Keil am Seitenleitwerk, der sich bis auf den Rumpf zieht, soll das Leitwerk optisch vergrößern. Außerdem ist das Blau dunkler, tiefer und reicher als bisher. Dadurch wird auch der Kontrast zum strahlenden Weiß vergrößert. Das Logo ist jetzt weiß und nicht mehr gelb unterlegt. Dadurch soll der Kranich stärker in den Vordergrund treten. Was bisher ein gutes Unterscheidungsmerkmal auf Reiseflughöhe war, die grau abgesetzte Rumpfunterseite, wird in Zukunft auch weiß lackiert. Durch den durchgehend weißen Rumpf sollen die Flugzeuge eleganter wirken. Zu guter letzt ist auch die Schrift neu und soll funktional, zeitlos und gut lesbar sein. Es ist nicht nur so das die Flugzeuge eine neue Lackierung erhalten, sondern die Änderungen ziehen sich durch alles. Zum Beispiel ist die Schriftart nicht nur auf dem Rumpf zu sehen, sondern wird in allen Bereichen von Lufthansa angewendet. Ob jetzt auf einer Webseite, einer Bordkarte auf dem Handy oder Tablet. Und überall soll sie gleich gut lesbar sein. Um eine Vorstellung zu haben von dem Aufwand der betrieben wurde, allein vom Buchstaben „a“ wurden 52 Versionen gezeichnet, bis man mit dem Ergebnis zufrieden war.
    45.000 Kraniche heben mit jeder 747-8 ab, Zum Beispiel 4.000 Kraniche auf Gläsern, 2.500 auf Servietten, über 300 auf Trolleys, 120 auf den Amenity Kits (Kulturtasche) und ein Kranich befindet sich auf dem Champagnerkühler der Ersten-Klasse. Etwa 7 Jahre wird es dauern bis alle Flugzeuge der Lufthansa im neuen Design erstrahlen. 2018 werden etwa 15% der Flugzeuge neu lackiert. Die Flugzeuge werden erst dann neu lackiert, wenn sie routinemäßig in die Wartung müssen. Und zu guter letzt werden 1.100 kg Farbe bei einer 747-8 für die neue Lackierung verwendet.

     

     

  • Tue, 02 Jan 2018 19:11:16 +0000

    Erste Fotos im Jahr 2018

    Nachdem Silvester und Neujahr gut überstanden sind, habe ich heute mal den Weg zum Flugplatz angetreten. Ausgelöst wurde diese Entscheidung dadurch, das ich auf meinem Pi-Flugradar gesehen habe, das die Kodiak 100 von Privateways unterwegs von Wilhelmshaven nach Nordholz war. Leider war die Maschine auf der Strecke von Wilhelmshaven schneller als ich auf meiner. Aber auch die Do228 57+05 flog am Platz. Also bin ich dann man in den Anflug gefahren um Aufnahmen zu machen. Dabei ist mir dann aufgefallen das ich scheinbar (zu) lange nicht fotografieren war. Unter Druck, also mit herannahendem Flugzeug, habe ich es nicht geschafft schnell genug die Taste zu finden um von Einzelbild auf Serienaufnahme umzustellen. Zu meiner Rettung muss ich aber auch sagen, das Mittenbetonte Belichtung und Einzelbild auf dem Touchscreen direkt nebeneinander liegen und sehr ähnlich aussehen.
    Wie es immer in solchen Situationen ist, wenn man eine Idee für ein Foto hat, spielt irgendetwas nicht mit. Das war auch in diesem Fall so. Normalerweise hätte ich damit gerechnet das die Do228 genau nach dieser Landung „Feierabend“ machte. Das war zwar nicht so, allerdings war die heutige Alternative auch nicht viel besser. Die Maschine schlug Südkurs ein und war dann erstmal in Richtung Bremen verschwunden.
    Also Plan B, auf zum Zivilflugplatz. Dort standen tatsächlich auch Kodiak 100, Honda Jet und die Britten-Norman der OFD auf dem Vorfeld. Da sich zu diesem Zeitpunkt auch die Sonne zeigte, konnte ich ein paar ganz schicke Aufnahmen machen.
    Für das erste Spotten 2018 war der Tag nicht so schlecht.

  • Mon, 11 Dec 2017 20:26:20 +0000

    Der erste eigene Kalender mit ISBN Nummer
    Marineflieger 2018 auf Amazon

    Es gibt einen Anbieter der sich Calvendo nennt. Dort kann man Kalender erstellen und einer Jury zur Prüfung vorlegen. Wenn dieser gefällt was man eingereicht hat, so wird der Kalender in das Sortiment aufgenommen. Damit ist er dann zum Beispiel bei Amazon, Buch 24 oder einfach im Buchhandel bestellbar. Ich hatte im vergangenen Jahr schon mal einen Versuch gestartet, damals mit einem Kalender mit Landschaftsbildern. Dieser bekam aber promt eine Ablehnung. In diesem Jahr habe ich es erneut versucht, allerdings mit Bildern der Marineflieger. Passenderweise heißt der Kalender auch, MARINEFLIEGER 2018. Auch dieser Kalender wurde nicht sofort angenommen aber es kam auch keine Ablehnung. Mir wurden Tips gegeben was ich noch verbessern könnte. Nach der dritten „Revision“ wurde er tatsächlich angenommen und ist nun bestellbar.
    Wer also noch nach einem passenden Geschenk sucht für einen Fan der Marineflieger, der wird hier fündig.
    Ich muss ja ehrlich zugeben das es schon ein wenig stolz macht, den eigenen Kalender auf Amazon zu sehen 😉