Blog - ETMN-PICTURES
  • Fri, 14 Jun 2019 17:00:01 +0000

    Fly-In und Spottertag – Tag der Bundeswehr in Nordholz

    Schon gegen 9 Uhr ging es am heutigen Freitag an den Flugplatz. Der Gedanke dabei war, das vermutlich die meisten fliegenden Besucher zum Tag der Bundeswehr am Vormittag nach Nordholz kommen. Und so eröffnete gegen zwanzig nach neun mit der D-HHMJ ein Leonardo Helicopters AW169 die Liste der Gastmaschinen. Auffällig bei der AW169 war, das sie laut Internet der Firma Heli-Service GmbH gehören soll. Später beim Spottertag waren dann aber plötzlich DL-Helicopter Schriftzüge angebracht. Diese waren bei der Ankunft, wie auf den Bildern zu sehen, noch nicht vorhanden. Wäre sicher spannend zu wissen was der Hintergrund war. Wenn ich es richtig beobachtet habe, waren die Aufkleber / Folien am Tag der Bundeswehr wieder verschwunden. Es kann aber auch sein das sie durch die geöffneten Türen verdeckt waren.

    Bei Ankunft ohne DL-Beschriftung
    Am Boden mit

    Zweites ankommendes Luftfahrzeug war die OV-10B Bronco. Auch wenn die 99+18 deutlich zu sehen ist, lautet das offizielle Kennzeichen G-ONAA. Dabei handelt es sich im ein „Wunschkennzeichen“, da es in der Kennung den Hersteller der Bronco „Nort American Aviation“ widerspiegelt.

    Weiter ging es mit einem Eurofighter. Ganz genau mit der Maschine die 30+58 als Kennung hat. Normalerweise beim Jagdgeschwader 71 in Wittmund zuhause, war die Maschine zu diesem Zeitpunkt aber nicht dort stationiert. Ich meine das sie in Laage stationiert waren, da der Flugplatz in Wittmund geschlossen ist. Das ist auch der Grund warum die A-4 in Nordholz ihr temporäres zuhause gefunden haben.
    Der Eurofighter nutze den ruhigen Vormittag für 6 oder 7 recht enge Platzrunden. Was die Gelegenheit für viele Aufnahmen bot.
    Inzwischen hatte sich der Spotterplatz im Westen an der Bahn 08 inzwischen gut gefüllt. Sogar Spotter aus Belgien und den Niederlanden und verschiedenen Teilen Deutschlands hatten den Weg nach Nordholz gefunden.

    Als nächstes folgten Bücker Jungmann 131 oder um gang genau zu sein, in diesem Fall ein Lizenzbau der Bücker mit der Bezeichnung CASA 1.131. Wenn die Informationen im Netz noch Aktuell sind, dann ist die Maschine in Stade beheimatet und hatte damit eine relativ kurze Anreise.

    Auch das nächste Flugzeug ist Proppellergetrieben. Eine Do27 B3 die, wie man an der Lackierung erkennen kann, mal Teil der Fluggruppe des DLR in Braunschweig war. Bei der Bundeswehr trug die Maschine zuletzt die Kennung 56+84.

    Weitere ankommende Maschinen waren eine Fouga Magister CM170, eine Cessna 206H (D-ENDS),A400M (54+05) sowie eine Atlantique 2 der französischen Marine. Von letzterer habe ich leider kein Bild bei der Landung, da der Wind gedreht hatte und für A400 und Atlantique 2 die Bahn auf die 26 geändert wurde. Trotz allem hat sich der Vormittag am Platz gelohnt und es kamen ein paar nette Aufnahmen zustande.
    Bei der Fouga handelt es sich um das letzte fliegende Exemplar das aus deutscher Lizenzproduktion stammt. Unter anderem die Patroulie de France hat dieses Muster bekannt gemacht.

    Um 16 Uhr war dann der offizielle Beginn des Spottertag in Nordholz. Für das Geld welches man im Vorfeld überwiesen hatte, bekam man am Einlass eine Tüte mit „Geschenken“. Darin waren unter anderem 5 Aufnäher, ein USB-Stick, eine Flasche Wasser und ein Bundeswehr T-Shirt. Also alles in allem und in Verbindung mit vergünstigtem Eintritt in das Aeronauticum, hatte man das gezahlte Geld wieder raus.
    Die Veranstaltung war für mein Empfinden gut organisiert und da ein so später Termin für den Spottertag gewählt wurde, war die Sonne kein wirkliches Problem. Die Soldaten egal ob Gefreiter oder oberster Chef waren durchweg super freundlich und nett. Selbst am Einlass wurden schon fragen nach bestimmten „Extrawünschen“ durchweg freundlich beantwortet. Die etwa 300 Spotter verteilten sich auf dem recht großen Gelände, so das selten mehr als 2 oder 3 Personen an einem Flugzeug zu finden waren.

    Die meisten Maschinen waren auch gänzlich ohne Absperrung abgestellt. Stattdessen waren Wachen in der Nähe der Maschinen platziert. Zumindest für mich, gab es noch ein besonderes Highlight. Das ASR-Radar des Flugplatz, was inzwischen auch im Norden steht, war an diesem Tag nicht in Betrieb. Stattdessen konnte man, nachdem man gefühlt 1000 Treppen erklommen hatte, die Veranstaltung auch aus der Vogelperspektive genießen. Tolle Sache und das bescherte einzigartige Aufnahmen. So zum Beispiel den Tower mit Containerbrücken im Hintergrund. Und auch die Elbe war von diesem erhöhtem Standpunkt sichtbar.
    Alles in allem ein gelungene Veranstaltung. Einziges kleines Minus war, das kein einziger der Getränkestände während des Spottertag geöffnet war. Und an diesem Tag, ganz im Gegensatz zum Tag der Bundeswehr am folgenden Tag, war es auch um 16 Uhr noch recht warm. Wie sich zeigen sollte gab es dafür am folgenden Tag mehr als genug Abkühlung.

    Fly-In und Spottertag
    Ankunft der Bronco gegen halb 10. Auf der Seite des BroncoDemoTeam gibt es auch tolle Bilder vom Flug nach Nordholz
    Ankunft der Bronco gegen halb 10. Auf der Seite des BroncoDemoTeam gibt es auch tolle Bilder vom Flug nach Nordholz
    Der Eurofighter nutze bei deiner Ankunft den Flugplatz für 6 ofrt 7 Touch and Go
    Der Eurofighter nutze bei deiner Ankunft den Flugplatz für 6 ofrt 7 Touch and Go
    Der Phoenix von Manching
    Der Phoenix von Manching
    Endlich wieder eine Atlantic / Atlantique 2. Die Maschinen werden gerade modernisierrt und sollen bis 2030 fliegen. Mal schauen ob dann die P-3 noch in Nordholz im Dienst ist.
    Endlich wieder eine Atlantic / Atlantique 2. Die Maschinen werden gerade modernisierrt und sollen bis 2030 fliegen. Mal schauen ob dann die P-3 noch in Nordholz im Dienst ist.
    Die Marine hatte heute kurzerhand den Turm des ASR Radar als Fotopunkt umfunktioniert. Nach dem Lesen und Unterschreiben das man auf vieles verzichtet konnte man sich das ganze von Oben anschauen. So wie hier die A-4
    Die Marine hatte heute kurzerhand den Turm des ASR Radar als Fotopunkt umfunktioniert. Nach dem Lesen und Unterschreiben das man auf vieles verzichtet konnte man sich das ganze von Oben anschauen. So wie hier die A-4
  • Thu, 13 Jun 2019 15:57:03 +0000

    Weitere C-47 und C-53 in Nordholz

    Am heutigen Donnerstag ging es gleich weiter mit den Oldtimern in Nordholz. Zum eigentlich geplanten Termin der Ankunft folgten insgesamt 8 weitere Maschinen. Zum einen waren da 4 T-6 als Begleiter der alten Douglas Maschinen und zum anderen 2 C-47 und 2 C-53. Zumindest wenn man vom ursprünglichen Bauzustand ausgeht. Zum Teil wurden sie in der Folge natürlich nach dem Krieg in zivile DC-3 konvertiert. Aber schauen wir uns die Maschinen im Detail an.

    C-47A-60-DL Skytrain 43-30732 – Daisy – SE-CFP

    SE-CFP

    SE-CFP „Daisy“ gebaut als C-47A-60-DL Skytrain und im Jahre 1946 in eine DC-3C umgebaut. Hergestellt wurde die Maschine bei der Douglas Aircraft Company in Long Beach Kalifornien. Sie wurde am 5 Oktober 1943 mit der Seriennummer 43-30732 an die USAAF ausgeliefert. Sie ging direkt nach Oran in Algerien wo sie Fracht, Truppen und Versorgungsgüter transportierte. 1944 wurde sie nach England transferiert. Genau wie „That‘s all, Brother“ nahm auch 

    Daisy am D-Day teil. Sie transportierte dabei Mitglieder der „Easy Company“, welche als Vorlage für die Serie Band of Brothers diente.
    Sie flog als Maschine #24 in einer Formation mit 36 C-47. Startplatz war der Flugplatz Barkston Heath und der Pilot hatte den Namen Moth. Die Maschine setzte am D-Day Fallschirmjäger ab und ist auch heute noch dafür zugelassen. 1946 wurde sie durch Canada Air Ltd. in eine zivile DC-3 umgebaut. Die Frachttür wurde durch eine Passagiertür ersetzt, der Rumpf schallisoliert und die Sitze durch komfortablere ersetzt. In der folge war Daisy eines der ersten Flugzeuge der Airline SAS, deren Farben sie auch heute noch trägt. Im Jahr 1960 wurde die Maschine an die schwedische Air Force verkauft. Dort flog sie von 1960-1982 mit der Kennung Tp 79. 1983 wurde die Maschine an den jetzigen Besitzer, Flying Veterans Association verkauft. Da zu diesem Zeitpunkt SAS einer der Sponsoren des Projekts war, erhielt die Maschine den jetzigen Anstrich. Auch als SAS sich als Sponsor zurückzog, wurde die Bemalung beibehalten.

    C-53-C-DO Skytrooper 43-2033 OH-LCH

    OH-LCH

    OH-LCH ursprünglich eine DC-3A-453 c/n 6346 bestimmt für Pan American Grace Airways. Noch bevor die Maschine ausgeliefert wurde gelangte sie am 27.12.1942 zum Militär und wurde dort zu einer C-53C-DO. Von der Variante C-53C wurden insgesamt nur 17 Maschinen gebaut. Angetrieben wird sie von 2 P&W R-1830-90 und ist zum Transport von Fracht vorbereitet. Im Gegensatz zur D hat sie ein 12V elektrisches System. Die militärische Nummer der Maschine lautete 43-2033. Im November 1943 kam die Maschine nach Europa und wurde hauptsächlich zum Transport von Personal eingesetzt. Bis zum 19 Juni 1948 war sie in Oberpfaffenhofen eingelagert und wurde dann nach Finnland verkauft. Im April 1967 machte diese Maschine den letzten DC-3 Linienflug der Airline Finnair Oy. Die Maschine wird durch die DC Association flugfähig gehalten und hat bisher 34.000 Flugstunden. Zum Vergleich, der Rekord an Flugstunden einer 737 liegt bei über 100.000.

    C-53-DO Skytrooper 42-47371 – Spirit of Benovia – N8336C

    Den Namen Spirit of Benovia trägt die Maschine weil sie dem Besitzer einem Winzer mit Namen Benovia gehört. Passend zu den D-Day Feierlichkeiten wurde auch ein passender Wein aufgelegt. Die erzielten Erlöse wurden unter anderem dazu eingesetzt den D-Day Trip zu finanzieren. Auch diese Maschine stammt aus dem Werk in Santa Monica und wurde am 29 Juni 1942 an die Army Air Force ausgeliefert. 

    Die Maschine wurde im Zweiten Weltkrieg nicht in Europa eingesetzt, stattdessen flog sie anfangs von Karachi aus für die Royal Air Force als FJ712. Im Dezember 1942 ging sie allerdings an die Air Force. Später war sie in Asien bei verschiedenen Betreibern eingesetzt. Das spiegelt auch die jetzige Bemalung wieder. Zwei Besonderheiten hat die Maschine noch zu bieten. So erhielt sie Mitte der 50er Jahre ein Speed Kit. Das ist auch äußerlich zu sehen. So ist das Hauptfahrwerk mit Klappen versehen, das Spornrad verkleidet, die Cowling ist geändert und der Ölkühler verkleidet. Das ganze nannte sich AiResearch Maximizer Kit und der Hersteller versprach eine Erhöhung der Reisefluggeschwindigkeit von wenigstens 20 m.p.h.
    Außerdem spielte diese Maschine im Film Richie Rich mit. Dort stellte sie das Flugzeug „Billion Dollar One“ da.

    C-47A-45-DL Skytrain 42-24133 N431HM

    Diese Maschine in den Farben der Swissair wurde nicht im Krieg eingesetzt und ist im Besitz von Hugo Mathys. Er ist ein schweizer Unternehmer der bis August 2017 die Geschicke der Mathys AG leitete. Diese Maschine ist zu einer DC-3 umgebaut. Der Unternehmer besitzt aber auch noch eine zweite Maschine, dabei handelt es sich um eine C-47 in Originalzustand. Über diese Maschine habe ich tatsächlich nicht wirklich viele Informationen im Netz gefunden.

    Rebecca / Eureka

    Anzeige des Rebecca Radar im Flugzeug

    Dafür habe ich noch ein paar Infos zur gestern schon vorgestellten „That‘s all,Brother“ gefunden. Nach stundenlanger Recherche habe ich endlich herausgefunden, was ich da fotografiert habe. Diese C-47 besaß ein Radar mit Namen Rebecca. Dazu gehört zum einen der „Bildschirm“ im Flugzeug und zum anderen die beiden Antennen rechts und links unter dem Cockpit. Beim D-Day gab es Einheiten von Fallschirmjägern die vor der Hauptmacht abgesetzt wurden. Diese hatten das Eureka Gerät bei sich. Dieses war im Prinzip ein Transponder.

    Das Rebecca System sendete Radarstrahlen aus, die vom Eureka System beantwortet wurden. Durch den Vergleich konnte dann die Entfernung ermittelt werden. Vertikal konnte der Bediener die Entfernung ermitteln und horizontal die Stärke des Signals. In etwa 2 Meilen Entfernung zum Ziel wurde das Gerät dann aber ungenau bzw nicht mehr nutzbar. Mit diesem System war es dann möglich die Fallschirmjäger mehr oder weniger genau abzusetzen.

    Antenne des Rebecca Radar

    Die Namen der beiden Geräte sind auch relativ leicht zu erklären. Rebecca ist abgeleitet von „Recognition of beacons“. Eureka ist die englische Entsprechung vom deutschen „Heureka“. Und das heiß übersetzt „Ich habe es gefunden“. Das Gerät hatte auch die Bezeichnung SCR-729 und wurde unter anderem auch als Landehilfe eingesetzt.
    Da ich heute die Gelegenheit hatte die Maschine auch von innen zu betrachten, wird vielleicht das ein oder andere gestern angesprochene Detail deutlicher.

    Wie so oft wenn was los ist auf dem Flugplatz, war auch die Bundeswehr recht aktiv. Man könnte fast von „Show of force“ sprechen. Do 228, Sea King, Lynx, EC135, P-3C und die momentan in Nordholz gastierenden A-4 Skyhawk waren in der Luft zu sehen. Und auch ein britischer Wildcat landete, dieser war der erste Besucher für den am 15.06. stattfindenden Tag der Bundeswehr in Nordholz.

    Noch mehr Oldtimer in Nordholz
    D Day Doll N45366 C-53D
    D Day Doll N45366 C-53D
    Antenne des Rebecca Radar
    Antenne des Rebecca Radar
    Anzeige des Rebecca Radar im Flugzeug
    Anzeige des Rebecca Radar im Flugzeug
    Inside “That’s All, Brother”
    Inside “That’s All, Brother”
    Motoröl ist immer dabei
    Motoröl ist immer dabei
    Blick in den Frachtraum der C-47
    Blick in den Frachtraum der C-47
    Blick auf den linken Motor
    Blick auf den linken Motor
    Rumpf und Innenflügel bilden einen Einheit und daran werden die Außenflügel befestigt. Wie man hier sehen kann mit Schrauben. 328 Stück pro Seite.
    Rumpf und Innenflügel bilden einen Einheit und daran werden die Außenflügel befestigt. Wie man hier sehen kann mit Schrauben. 328 Stück pro Seite.
    AgustaWestland AW-159 Wildcat HMA2 ZZ533, ein Gast für den Tag der Bundeswehr
    AgustaWestland AW-159 Wildcat HMA2 ZZ533, ein Gast für den Tag der Bundeswehr
    SE-CFP C-47A zu einer DC-3A konvertierte Maschine
    SE-CFP C-47A zu einer DC-3A konvertierte Maschine
    DC-3 N431HM von Hugo Mathys
    DC-3 N431HM von Hugo Mathys
    Als DC-3A von einer Airline bestellte aber letzlich als C-53C gebaute OH-LCH
    Als DC-3A von einer Airline bestellte aber letzlich als C-53C gebaute OH-LCH
    N8336C C-53D
    N8336C C-53D
  • Wed, 12 Jun 2019 21:07:10 +0000

    Die Commemorative Air Force in Nordholz

    Ursprünglich waren vom Zivilflugplatz in Nordholz 3 DC-3 angekündigt und das für den 13.06.2019 gegen 9 Uhr. Begleitet werden sollten die 3 „Rosinenbomber“ von 2 T-6. Wie oft in der Fliegerei gibt es dann aber doch wieder Änderungen in letzter Sekunde. So erreichte mich eine Nachricht gegen 11 Uhr, das die Maschinen schon am Mittwoch, also den 12.06. ankommen sollten. Ein wenig Recherche ergab das der Start für 12 Uhr geplant war. Tatsächlich konnte man bei Flightradar gegen kurz nach 12 Uhr auch 2 DC-3 beobachten, die sich in Wiesbaden in die Luft erhoben hatten. Überschlägig habe ich mit grob 2 Stunden Flugzeit bis Nordholz gerechnet. Das hat sich auch grob bewahrheitet, gegen kurz vor 14 Uhr erreichte die C-47A Skytrain „That‘s all, Brother“ den Zivilflugplatz.

    C-47A Skytrain

    Kurz dahinter folgte die C-53D Skytrooper mit dem Namen „D DAY DOLL“. Beide Maschinen haben gemeinsam das sie der in Dallas beheimateten Commemorative Air Force angehören. Dabei handelt es sich zum einen um ein Museum, zum anderen aber auch um eine Flotte von Flugzeugen, die an verschiedenen Flugplätzen der USA beheimatet sind. Diese Vereinigung hat ihre Ursprünge im Jahr 1957 als vier Freunde eine P-51D Mustang kauften um sie für die Nachwelt zu erhalten. Bis zum Jahr 2002 nannte sich die Organisation Confederate Air Force. Irgendwann in dieser Zeit gab es auch einen Rückenpatch auf den Fliegerkombis der Crews mit folgendem Text. „This is a CAF aviator. If found lost or unconscious, please hide him from Yankees, revive with mint julep and assist him in returning to friendly territory. CONFEDERATE AIR FORCE“. Mint Julep ist ein Cocktail aus Minze,Bourbon Whiskey, Zucker und Crushed Ice. Das war eine Anspielung oder Veralberung auf den Text den die Flying Tigers im Zweiten Weltkrieg auf ihrem „Blood Chit“ bei sich trugen. Der Text lautete dort: „This foreign person has come to China to help in the war effort. Soldiers and civilians, one and all, should rescue, protect, and provide him medical care.“

    Douglas C-53D-DO Skytrooper D DAY DOLL N45366

    Inzwischen hat die Commemorative Air Force über 12.000 Mitglieder und besitzt 170 Flugzeuge. Der Großteil davon im flugfähigen Zustand. Man könnte auf die Idee kommen das sie besser aufgestellt sind als die Bundeswehr. Unter den flugfähigen Maschinen befinden sich solche Highlights wie 2 B-17, B-24, B-25, B-29. Nebenbei hat die Commemorative Air Force auch noch die Weltgrößte Sammlung von Nose Arts.

    Douglas C-47A-15-DK Skytrain 92847 (MSN 12693) N47TB

    Douglas C-47A-15-DK Skytrain
    Douglas C-47A-15-DK Skytrain

    Diese Maschine ist so berühmt das sie sogar einen eigenen Eintrag bei Wikipedia hat. That‘s All, Brother war die die Führungsmaschine für 800 C-47 am D-Day. Diese 800 Maschinen hatten dabei cica 13.000 Fallschirmjäger an Bord. Diese spezielle Skytrain hatte dabei Fallschirmjäger der 101st Airborne Division an Bord. Spätestens seit „Band of Brothers“ ist diese Einheit relativ bekannt. Bei diesem Einsatz am D-Day wurde die N47TB von der deutschen Flak getroffen. Konnte aber nach England zurückkehren und wurde repariert. Am selben Abend folgte ein weitere Einsatz bei dem sie einen Lastensegler mir Ausrüstung und Soldaten zur 82nd Airborne Division brachte. Als im Jahr 1944 die französischen Flugplätze befreit waren, flog sie Versorgungsgüter nach Frankreich und verletzte Soldaten zurück nach England. Am 15.08.44 war sie Teil der Operation Dragoon (Vertreibung der deutschen Truppen aus Südfrankreich) und setzte Fallschirmjäger ab. Am 17.09.44 Einsatz im Rahmen der Operation Market Garden ( Absetzen von Fallschirmjägern). Im Dezember 1944 und Januar 1945 wurden mit der Maschine Versorgungsflüge im Rahmen des Battle of the Bulge (zu deutsch Ardennenoffensive) durchgeführt. Der letzte Einsatz im Krieg erfolgte während der Operation Varsity am 24.06.1945. Operation Varsity diente dem Ziel, nordwestlich von Wesel einen Brückenkopf über den Rhein zu bilden, um sodann im Verbund mit Streitkräften, die im Raum Remagen über die Ludendorff-Brücke den Rhein überquert hatten, das bedeutende Industriepotenzial an Rhein, Emscher, Ruhr, Wupper und Sieg im sogenannten Ruhrkessel einschließen zu können. Am 04.08.1945 war der Kriegseinsatz für diese C-47 beendet und es ging zurück in die USA. Bis zum 1999 wurde die Maschine dann bei diversen Betreibern eingesetzt. Eine Ausnahme bildet noch die Zeit von 1960-1967. Für dieses Zeitraum vermutet man das die Maschine für verdeckte Operationen der CIA eingesetzt war. Von 1999 bis 2003 war die Skytrain als Museumsflugzeug beim Aero Heritage Museum in Arizona ausgestellt. Der Name der Maschine stammt von Air Force Lt. Col. John M. Donalson, Kommandeur der 87th Fighter-Bomber Squadron. Er flog die Maschine am D-Day und es war als Botschaft an Adolf Hitler gedacht, das die Tage der Naziherrschaft nun gezählt sind. Auch die Geschichte der Restauration ist ganz interessant. Im Jahr 2006 stellte Staff Sgt. Matthew Scales Nachforschungen zur Geschichte seiner Einheit an. Dabei stellte sich heraus das genau dieses Maschine von einem Mitglied seiner Einheit (Alabama Air National Guard’s 106th Air Refueling Squadron) am D-Day geflogen wurde. Er konnte diese Maschine dann tatsächlich aufspüren und stellte fest das der Besitzer es in einen flugfähigen Zustand restauriert hatte. Einige Jahre später tauchte die Maschine dann bei Basler auf. Dort sollte sie in eine BT-67 Turboprop Maschine umgebaut werden. Sgt. Scales schrieb jedes Museum an, damit die Maschine erhalten werden kann. Es zeigte aber niemand wirkliches Interesse. Schließlich erhielt er eine Nachricht von Adam Smith, Mitglied der CAF. Nachdem er die Identität der Maschine überprüft hatte und diese sich bestätigte, startete die CAF eine Crowdsourcing Kampagne. Ziel war es 75.000 $ an Spenden zu erhalten um die Maschine von Basler kaufen zu können. Dieses Ziel wurde innerhalb von nur 48 Stunden erreicht. Daraufhin wurde das Ziel auf 250.000 $ erhöht um die Maschine restaurieren zu können. Auch dieses Ziel wurde mit am Ende 330.000 $ erreicht. Allein in die Beseitigung der Korrosion wurden über 1600 Arbeitsstunden investiert. Da auf einigen Bauteilen noch die Originale Farbe vorhanden war, konnte so einen moderne Farbe mit dem gleichen Aussehen produziert werden. Da es sogar Filme und Bilder der Maschine aus den Tagen des Zweiten Weltkrieg gibt, wurden auch die Invasionsstreifen originalgetreu aufgebracht. Das sieht man aus der Nähe, die Striche sind nicht wirklich gerade oder sauber ausgeführt. Da sie einen Tag vor dem D-Day angebracht wurden, mit was auch immer an Pinsel oder ähnlichem gerade verfügbar war. Das Ziel der CAF war die autentistische C-47 auf dem Planeten zu haben. Ich denke am Ende ist das ganz gut gelungen.
    Die C-47A ist die mit 5.253 Exemplaren die am häufigsten gebaute Variante der DC-3. Es gibt einige Unterschiede zwischen Skytrain und ziviler DC-3. Die normale Passagiertür wurde durch eine geteilte Frachttür ersetzt. Auch wurde ein Flaschenzug eingebaut um das verladen schwerer Fracht zu erleichtern. Anstatt der Passagierausrüstung im Innenraum, wurde auf alles verzichtet bis auf 28 Metalsitze an beiden Seiten des Rumpfs. Die C-47 besitzt einen verstärkten Frachtraumboden der mit Laschpunkten zum befestigen der Ladung versehen ist. Das erlaubt eine Mitnahme von rund 2,72 t Fracht. Im Gegensatz zur DC-3 ist der Tankinhalt mit 804 zu 822 Gallonen etwas geringer. Dafür wurde die Flügelspannweite um rund 15 cm verlängert. Weiterer Unterschied bei der C-47A ist das man das originale 12V System mit einem 24V System ersetzt hat. Zusätzlich wurde die Kabinenheizung verbessert. Angetrieben wird die C-47A von 2 Pratt & Whitney R-1830-92 Twin Wasp mit je 1.200 PS und 30,2 Litern Hubraum. Die Motoren werden zwar nicht mehr gebaut, aber da über 170000 Triebwerke dieses Typs gebaut werden, gibt es einen großen Second Hand Markt und auch noch „neue“ Ersatzteile.

    Douglas C-53D-DO Skytrooper 68830 (MSN 11757) N45366

    Auch dieses Maschine hat eine ähnlich bewegte Geschichte. Sie wurde in der Douglas Fabrik in Santa Monica Kalifornien als eine von nur 159 C-53D gebaut und am 07.07.1943 an die US Army Air Force ausgeliefert. Die Maschine wurde der 72nd Squadron zugeordnet. Der Auftrag am D-Day war Lastensegler mit Verstärkungen für die 101st Division in der Nähe von Utah Beach zu schleppen. Um 01:19 am 06.06.1944 flogen 52 Maschinen mit je einem Waco Segler im Schlepp vom RAF Flugplatz Aldermaston in Richtung Normandie. Die Maschine mit dem Namen D Day Doll flog an diesem Tag sowie am folgenden insgesamt 3 Missionen. Außerdem war die 68830 bei Market Garden, der Versorgung der Bastogne und der Überquerung des Rheins mit dabei. Außerdem flog sie Unterstützungsmissionen wie zum Beispiel den Transport von verwundeten zurück nach England. Die C-53 Skytrooper ist als reiner Truppentransporter ausgelegt. Sie ist der C-47 Skytrain ähnlich, hat aber keine Frachttür und auch keinen verstärkten Frachtraumboden. Daraus resultiert das die Maschine weniger flexibel war als die C-47. Aus diesem Grund wurden auch nur insgesamt 380 C-53 gebaut. Im Gegensatz zur C-47 wurden alle C-53 in Santa Monica gebaut. Die C-47 hingegen wurden entweder in Long Beach oder Oklahoma City gebaut. Nur bei den 159 C-53D wurden die Sitze analog zur C-47 an beiden Rumpfseiten angeordnet. Normalerweise sollte auch diese Maschine, ebenso wie die C-47, mit einem Pratt & Whitney R-1830 ausgerüstet sein. Wenn man aber bei der FAA sich die Daten zu der Registrierung N45366 anschaut, dann ist offenbar ein Motor vom Typ Wright R-1820 Cyclone verbaut. Vielleicht hängt es auch damit zusammen das die C-53 im Jahr 2015 einen Motorschaden am rechten Triebwerk hatte.

    Zum Glück war ich clever genug die ANkunft der D DAY DOLL auch in bewegten Bildern festzuhalten. 

    C-47 und C-53 in Nordholz
    That's all Brother, eine Douglas C-47A-15-DK Skytrain mit der Seriennummer 42-92847. Das offizielle Kennzeichen lautet N47TB
    That's all Brother, eine Douglas C-47A-15-DK Skytrain mit der Seriennummer 42-92847. Das offizielle Kennzeichen lautet N47TB
    Sie war die Fügrungsmaschine von über 800 DC-3 am D-Day und wurde bei diesem Einsatz auch von Flakfeuer getroffen.
    Sie war die Fügrungsmaschine von über 800 DC-3 am D-Day und wurde bei diesem Einsatz auch von Flakfeuer getroffen.
    Blick auf die beiden Pratt & Whitney R-1830 Twin Wasp
    Blick auf die beiden Pratt & Whitney R-1830 Twin Wasp
    Wenn man genau hinaschuat sieht man das die Invasionsstreifen am Rumpf nicht sehr gerade angebracht sind, das geschah mit Absicht.
    Wenn man genau hinaschuat sieht man das die Invasionsstreifen am Rumpf nicht sehr gerade angebracht sind, das geschah mit Absicht.
    DC-3 at Nordholz
    DC-3 at Nordholz
    Douglas C-53D-DO Skytrooper D DAY DOLL N45366
    Douglas C-53D-DO Skytrooper D DAY DOLL N45366
    Eine linke Atlantic-Tragfläche findet sich auch noch hinter einer Halle auf dem Zivilflugplatz
    Eine linke Atlantic-Tragfläche findet sich auch noch hinter einer Halle auf dem Zivilflugplatz
    2 DC-3 / C-47 at ETMN / Nordholz
    2 DC-3 / C-47 at ETMN / Nordholz
  • Fri, 17 May 2019 15:17:51 +0000

    Beluga XL in Bremen

    Meistens sind es ja ehr die „besonderen“ Anlässe die den gemeinen Spotter aus Nordholz nach Bremen locken. So war es auch an dem heutigen Tag. Ein Airbus Beluga XL war in Bremen angekündigt. Das dies, glaube ich, erst der zweite Besuch überhaupt in Bremen war, eine gute Gelegenheit den Beluga zum ersten mal abzulichten. Genau nennt sich die Maschine Airbus A330-743L. Hauptvorteil gegenüber der bisherigen Flotte kleinerer Belugas ist die Tatsache das die Maschine in der Lage ist, zwei 350 Tragflügel gleichzeitig zu transportieren. Bisher war nur der Transport einer Fläche möglich. Ursprünglich sollten 5 Beluga XL gebaut werden, letztlich hat Airbus aber entschieden eine sechste Maschine zu produzieren. Der Grund dafür ist die Erhöhung der Produktion und damit natürlich auch gesteigerte Transportbedarfe. Die Maschine die Bremen besuchte, mit der Kennung F-WBXS, ist die zweite gebaute Maschine. Stand Juni 2019 hat dieses Flugzeug seit seinem Erstflug am 15.04.2019 bei 52 Flügen insgesamt 129 Stunden in der Luft verbracht. Im Gegensatz zum ersten „XL“, der Hauptsächlich Testflüge durchführt, wird mit dieser Maschine quasi der Alltag erprobt. Daher fliegt die Maschine zwischen den einzelnen Airbus Standorten und transportiert dabei auch Flugzeugkomponenten. Im Laufe des Jahres 2019 soll dann auch der reguläre Betrieb mit der Maschine aufgenommen werden.

    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    D-AIWC Airbus A320-200 Lufthansa "Memmingen"
    Nebem dem Beluga XL gab es noch das ein oder andere in Bremen zu sehen. So wie dieser A321 der nach der Provinz Ordu benannt wurde. Eigentlich wollte ich ja nur den Schriftzug im Hintergrund fotografieren.

    Beluga und Beluga XL sollen dabei wenigstens 5 Jahre parallel betrieben werden. Die kleinen Beluga haben dann gerade erst die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht und sollen entweder verkauft werden oder Airbus behält sie und stellt sie für Transportzwecke auf dem „Markt“ zur Verfügung. Zwischen den Jahren 2014 und 2017 haben sich die Flugstunden der Beluga auf 8.000 Stunden pro Jahr verdoppelt. Mit Beginn des Jahres 2021 werden die kleineren Maschinen dann angefangen auszumustern. Das bedeutet das zu diesem Zeitpunkt insgesamt 8 Beluga für Airbus im Betrieb sein werden. Die hier Bremen besuchende Beluga wird auch die erste Maschine sein die den regulären Flugbetrieb aufnimmt. Die erste gebaute Maschine wird nach Abschluss der Zulassung zum Transporter umgebaut, da diese Maschine momentan umfangreiche Testausrüstung eingebaut hat. Der neue Beluga XL ist 6,90 Meter länger sowie 1,7 breiter. Und die Frachtkapazität steigt um 6 Tonnen. Der hintere Rumpf kommt vom A330-300, der vordere Teil vom A330-200. Der Boden stammt von der Frachtversion A330-200F. Auch die Reichweite hat sich deutlich gesteigert. Bisher waren es 900 NM beim kleinen Beluga. Der XL kann bei voller Nutzlast eine Reichweite von 2.300 NM realisieren. Auch wenn das Wetter ehr trüb war, ist die Maschine definitiv ein Hingucker.
    Und alles was sich in dem Zeitraum der Anwesenheit in Bremen noch so zeigte, wurde natürlich auch willig fotografiert.

    Beluga XL zu Besuch in Bremen
    Airbus A321-200 Turkish Airlines mit dem Namen Ordu. Gebaut in Hamburg und ausgeliefert am 06 März 2013. Die Winglets hat er im April 2014 bekommen
    Airbus A321-200 Turkish Airlines mit dem Namen Ordu. Gebaut in Hamburg und ausgeliefert am 06 März 2013. Die Winglets hat er im April 2014 bekommen
    D-CAWM eine Cessna Citation XLS+ der Aerowest GmbH mit Homebase Hannover
    D-CAWM eine Cessna Citation XLS+ der Aerowest GmbH mit Homebase Hannover
    Cessna 680 Citation Sovereign der Firma Steiner Film. Die Maschine wird in erster LInie im Werksverkehr eingesetzt und befindet sich seit 2007 im Besitzt der Firma.
    Cessna 680 Citation Sovereign der Firma Steiner Film. Die Maschine wird in erster LInie im Werksverkehr eingesetzt und befindet sich seit 2007 im Besitzt der Firma.
    Ryanair 737-800
    Ryanair 737-800
    Ryanair 737-800
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    Eurowings Airbus A320-214 OE-IQB
    Eurowings Airbus A320-214 OE-IQB
    Eurowings Airbus A320-214 OE-IQB
    Eurowings Airbus A320-214 OE-IQB
    DIe PH-EXL, eine Embraer ERJ 175 STD, ist das zwanzigste Flugzeug das diese Kennung trägt.
    DIe PH-EXL, eine Embraer ERJ 175 STD, ist das zwanzigste Flugzeug das diese Kennung trägt.
    Embraer 170/175 - MSN 292 - F-HBXF Airline Hop!
    Embraer 170/175 - MSN 292 - F-HBXF Airline Hop!
    Nebem dem Beluga XL gab es noch das ein oder andere in Bremen zu sehen. So wie dieser A321 der nach der Provinz Ordu benannt wurde. Eigentlich wollte ich ja nur den Schriftzug im Hintergrund fotografieren.
    Nebem dem Beluga XL gab es noch das ein oder andere in Bremen zu sehen. So wie dieser A321 der nach der Provinz Ordu benannt wurde. Eigentlich wollte ich ja nur den Schriftzug im Hintergrund fotografieren.
    Atlas Air Service Embraer EMB-545 Legacy 450 D-BFIL (cn 55010015)
    Atlas Air Service Embraer EMB-545 Legacy 450 D-BFIL (cn 55010015)
    D-CIRP Dornier Do-328 Rhein-Neckar Air Mit dieser Machine ist Red Bull Leipzig zum Bundesliga Auswärtsspiel nach Bremen gekommen.
    D-CIRP Dornier Do-328 Rhein-Neckar Air Mit dieser Machine ist Red Bull Leipzig zum Bundesliga Auswärtsspiel nach Bremen gekommen.
    D-CIRP Dornier Do-328 Rhein-Neckar Air
    D-CIRP Dornier Do-328 Rhein-Neckar Air
    HB-JVU Embraer ERJ-190 Helvetic Airways Prev Reg: N148NC
    HB-JVU Embraer ERJ-190 Helvetic Airways Prev Reg: N148NC
    EI-DWD Boeing 737-800 Ryanair
    EI-DWD Boeing 737-800 Ryanair
    D-AIWC Airbus A320-200 Lufthansa "Memmingen"
    D-AIWC Airbus A320-200 Lufthansa "Memmingen"
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
    Beluga XL F-WBXS Airbus A330-700 Airbus Industries
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    F-HBXF Embraer ERJ-170 HOP! im Hintergrund eine Maschine selben Typs von KLM
    F-HBXF Embraer ERJ-170 HOP! im Hintergrund eine Maschine selben Typs von KLM
    In unseren Gefilden bekommt man meiistens nur die Cessna 525 CitationJet CJ1 der European Flight Academy zu gesicht. Insgesamt umfasst die Flotte an verschiedenen Standorten, neben Bremen, über 50 Flugzeuge. Im Jahr 2018 wurde ein neuer Rekord mit der Ausbildung von 450 Pilotern aufgestellt. Die European Flight Academy bündelt die Ausbildung der gesamten Lufthansa Group. Es wird aber natürlich auch für andere Airlines ausgebildet.
    In unseren Gefilden bekommt man meiistens nur die Cessna 525 CitationJet CJ1 der European Flight Academy zu gesicht. Insgesamt umfasst die Flotte an verschiedenen Standorten, neben Bremen, über 50 Flugzeuge. Im Jahr 2018 wurde ein neuer Rekord mit der Ausbildung von 450 Pilotern aufgestellt. Die European Flight Academy bündelt die Ausbildung der gesamten Lufthansa Group. Es wird aber natürlich auch für andere Airlines ausgebildet.
  • Sun, 28 Apr 2019 20:43:22 +0000

    Weitere Erlebnisse in der X-Plane Welt

    Inzwischen habe ich mich, so könnte man sagen, an X-Plane 11, gewöhnt oder mich eingewöhnt. Anfangs habe ich dem FS-X noch ein wenig nachgetrauert. Vermutlich einfach aus Gewohnheit. Das ist aber nun Geschichte. Ein paar Tools und Addons haben mir die Ein-und Umgewöhnung dann aber schon erleichtert. Das erste Tool das ich mir gekauft habe war XPRealistic. Ich meine das gibt es auch in einer abgespeckten freien Version. Dieses Tool fügt dem Simulator einige Effekte hinzu. So hat man andere Geräusche was Wind oder Rollen angeht. Beim Rollen klappert und Quietscht es dadurch deutlich mehr. Auch sind die Windgeräusche meiner Meinung nach durch das Addon deutlich realistischer. So kann man hören wenn die Landeklappen ausgefahren sind und wenn man mit ausgefahrenen Klappen unsauber (schiebend) fliegt, hört man das auch. Hinzu kommen simulierte Kopfbewegungen im Kurvenflug und beim Bremsen / Beschleunigen. Alles in allem macht es das Erlebnis Flugsimulator deutlich besser.

    Noch vor diesem Tool habe ich mir mein erstes Payware Flugzeug gekauft. In Ermangelung einer Britten Norman für X-Plane, habe ich mich für die Quest Kodiak von Thranda entschieden. Zumindest ist so der Bezug zu Nordholz gegeben. Auch wenn es die Airline (Yourways) inzwischen nicht mehr gibt. Aber das Flugzeug ist genau das richtige wenn man auch mal vor hat auf Helgoland zu landen. Sind die mitgelieferten Flugzeuge von X-Plane schon durchweg gut, ist es bei der Kodiak aber noch mal eine Stufe höher. In wie weit das Flugverhalten realistisch ist, kann ich nicht beurteilen aber ich denke es wird schon Ähnlichkeit zum Original haben. Mit der PT6 Turbine ist der Start schon recht sportlich. Im Flugzeug selbst kann man auch noch mal auswählen ob man in einem Easy-Mode spielen möchte oder realistisch. Beim ersten Versuch unter realistischen Bedingungen hatte ich nach dem Anlassen keinen Propeller mehr und Rauch im Cockpit. Irgendwas habe ich da wohl nicht ganz richtig gemacht.

    Quest Kodiak

    Dann habe ich festgestellt das es die Szenerie „Helgoland“ von Aerosoft auch für X-Plane gibt. Da ich diese schon vom FSX kannte habe ich da auch zugegriffen. Subjektiv sieht das besser aus als mit dem FS-X. Wobei ich aber inzwischen auch einen besseren Rechner habe und alle Einstellungen die Grafikeinstellungen betreffend, deutlich weiter nach rechts verschieben kann.

    Ein weiteres Tool das zum Einsatz kommt ist Xvision. Letztlich macht es nichts anderes die ganze Darstellung in X-Plane etwas aufzuhübschen. Auf entsprechenden Seiten findet man auch Presets welche die Einstellungen des Tools so anpassen das ein bestimmter Look erreicht wird.

    Nach langem überlegen habe ich mir dann auch noch Active Sky XP geleistet. Auch dieses Tool kannte ich schon vom FS-X und fand es dort schon genial. Dieses ist vor rund 6 Monaten auch für X-Plane erschienen. Es hat noch nicht den gleichen Umfang wie der FS-X Bruder aber ich bin voll zufrieden. Es versorgt des Simulator mit echten Wetterdaten und das sehr gut. Es ist einfach klasse wenn man im Simulator fliegt und beim Blick aus dem Fenster das Wetter wiedererkennt.

    Seebäderschiff

    Und auch bei meiner Hardware hat sich etwas getan. Nach langer Überlegung habe ich mich entschieden einen neuen Flightstick / Joystick zu kaufen. Nach ein wenig Lektüre in Foren habe ich mich für den Thrustmaster T.16000M FCS entschieden. Die Gründe dafür waren letztlich das gute Preis/Leistungsverhältnis (rund 55€) und die Erfahrungen anderer User. Diese festigten bei mir den Eindruck das man mit diesem Stück Hardware nicht viel verkehrt machen kann. Bisher habe ich einen Saitek Cyborg Evo genutzt. Dieser ist mit einem USB Dongle per Bluetooth mit dem PC verbunden. Eigentlich ein Vorteil, da kein störendes Kabel vorhanden ist. Leider ist es so das der Stick nicht sehr sparsam mit den Batterien umgeht und zum anderen schaltet er sich nach ein paar Minuten ohne Verwendung ab, um Batterie zu sparen. Das ist ziemlich lästig beim fliegen. Hat man die Maschine ausgetrimmt und nimmt die Hände vom Knüppel, schaltet sich dieser ab. Beim erneuten verwenden kommt es dann leider oft zu recht merkwürdigen Bewegungen. Außerdem hatte der Knüppel keine vernünftige Mittelstellung mehr. Vermutlich einfach weil die Feder in der Mitte ausgeleiert ist. Was nach über 10 Jahren im Gebrauch auch nicht weiter verwunderlich ist. Da ich keine großen Erwartungen an den neuen Stick hatte, war ich umso überraschter wie groß der Unterschied ist. Allein dieser Steuerknüppel hebt das Spielgefühl und damit den Spaß noch mal eine Stufe höher.

    Links alt, rechts neu

    Meiner Meinung nach ist X-Plane der realistischere Simulator, im Vergleich mit dem Flight Simulator aus dem Hause Microsoft. Es fängt schon damit an das es keine Einstellungsmöglichkeiten gibt bestimmte Faktoren auszuschalten. Und dazu kommen viele kleine Details in der Welt. Die Windräder hier an der Küste zeigen tatsächlich die korrekte Windrichtung an. Auch die Windsäcke an der Startbahn tun dies. Der (ehemalige) Flugplatz Luneort ist im Simulator vorhanden, die Bahn ist aber durch mehrere X gekennzeichnet, der Platz ist also auch in X-Plane geschlossen. Dann ist die Szenerie wesentlich genauer. Wenn ich hier in meiner Gegend fliege, dann erkenne ich praktisch jedes Dorf wieder. Auch Flussläufe oder Autobahnen sind äußerst akkurat wiedergegeben. Auf den Autobahnen kann man zum Beispiel aus der Luft die blauen Hinweisschilder erkennen. Und es gibt für X-Plane eine Freeware Zusatzszenerie, welche Landschaftsmerkmale und Bauwerke enthält. So taucht dann in Bremerhaven das Sail City Hotel auf oder in Cuxhaven Wasser- und Fernsehturm.

    Luneort (gesperrt)
    Grandiose Nachtstimmung

    Richtig klasse ist auch das Aussehen der Welt bei Sonnenuntergang und in der Nacht. Das habe ich so noch nicht gesehen und begeistert mich immer wieder. Einen richtigen Schwachpunkt habe ich in X-Plane noch nicht feststellen können. Und eigentlich bin ich inzwischen froh das der FS-X nach einem Windows Update den Dienst verweigert hat. 

    Abschließend habe ich Teile meines heutigen Sonntagsausflug in der virtuelen X-Plane Welt festgehalten

  • Sun, 07 Apr 2019 21:57:18 +0000

    Flug mit der OFD nach Helgoland

    Ich glaube es ist schon fast ein Jahr her, da habe ich bei einem Gewinnspiel der OFD ein Kombiticket nach Helgoland gewonnen. Das bedeutet das man eine Strecke mit dem Flugzeug zurücklegt und die zweite mit dem Schiff. Ob man jetzt den Hinweg per Schiff bestreitet oder mit dem Flugzeug bleibt einem selbst überlassen. Allerdings macht, zumindest bei einem Tagesausflug die Variante Flug nach Helgoland und mit dem Schiff nach Cuxhaven am meisten Sinn. Da auf diese Art der Aufenthalt auf der Insel am längsten ist. Wenn man den ersten Flug nimmt ist man um 08:45 auf der Insel und das Schiff verlässt die Insel um 16 Uhr. Macht also rund 7 Stunden Aufenthalt. Dieses Kombiticket kostet von Nordholz aus 114 € pro Person. Klingt erstmal teuer, da eine Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff nur 44,50 € kostet.

    Der Preis relativiert sich aber, wenn man in Betracht zieht, das man mit dem Schiff nur die Hälfte der Zeit auf der Insel zur Verfügung hat. Um auf die 7 Stunden zu kommen müsste man also zweimal mit dem Schiff fahren und dann wäre man auch schon bei 89€. Um dann die Düne zu besuchen müsste man dann auch noch mal 5€ investieren. Wie man sieht ist die Differenz dann nicht mehr wirklich groß. Und wenn man dann noch in Betracht zieht das man das Watt aus der Vogelperspektive geboten bekommt….
    Aus irgendwelchen Gründen habe ich die Einlösung des Gutscheins immer vor mir hergeschoben. Bis ich dann festgestellt habe, das er nur bis zum 17 April Gültigkeit besitzt. Da war dann der nötige „Druck“ gegeben um das Unternehmen Helgoland in Angriff zu nehmen. Also machte ich mich am Freitag vor der Arbeit auf den Weg zum Flugplatz um einen Flug am Sonntag zu buchen. Der erste Flug war schon ausgebucht und so musste ich mit dem 10:10 Uhr Flug vorlieb nehmen. Wobei ich aber mal davon ausgehe das der erste Flug an diesem Sonntag nicht stattgefunden hat. Da die Sicht zu diesem Zeitpunkt noch unter VFR Minima war. Das erste positive Erlebnis war, das mir die Dame am Schalter der OFD gleich angeboten hat, das sie auch in Emden anrufen könne und man den Gutschein sicher noch verlängern könne. Nach kurzer Überlegung habe ich mich aber dagegen entschieden. Ich hatte ja ein Jahr Zeit und es immer vor mir hergeschoben, also wollte ich es jetzt in Angriff nehmen.

    Pünktlich um 10:10 ging es dann am Sonntag mit 6 Mitfliegern und einem Pilot los. Ein weiterer Sitzplatz wurde von den Tageszeitungen okkupiert. Vermutlich ein weiteres Indiz dafür das es der erste Flug an diesem Tag war.
    Während des nur 20 Minuten dauernden Fluges, habe ich über 100 Bilder gemacht. Man könnte auch sagen ich habe nichts anderes gemacht. Faszinierend finde ich jedes mal wieder die Wirkung der Landeklappen der Britten Norman, wenn sie in der Maximalstellung sind. Da ist das Abbremsen körperlich spürbar. Etwas schade war natürlich das die Sicht mit 8km nicht wirklich berauschend war. Aber mir wurde früher schon beim Segelfliegen gesagt das schlechte Sicht nichts macht. Das ist dann gemütliches Fliegen, da man nicht soweit gucken muss. Und direkt nach unten war die Sicht okay. Neben dem Flugplatz Nordholz, der Küste, dem Watt oder dem Hochsee Bergungsschlepper Nordic, kam dann auch irgendwann die Insel Helgoland mit der vorgelagerten Düne in Sicht. Eigentlich viel zu schnell. Wenn ich es auf dem GPS des Piloten richtig gesehen habe, war unsere Maximalgeschwindigkeit bei rund 140kt.

    Vom Flugplatz ging es nach der Landung direkt an den Nordstrand der Düne. Oder anders ausgedrückt an einen Freiluft-Robbenzoo. Wobei ich mir nicht sicher bin wer da wen beobachtet. Die Robben waren jedenfalls klar in der Überzahl. Von den Erlebnissen dort und auf der Hauptinsel werde ich dann in meinem zweiten Blog (ETMN-Pictures) berichten. Den Link werde ich dann hier natürlich einfügen.

    Mit der OFD nach Helgoland
    Das Transportmittel an diesem Sonntag Morgen, die D-IOLN der OFD mit dem passenden Namen "Cuxhaven/Nordholz
    Schneller als der eigene Schatten. Kurz nach dem Start auf der 08 in Nordholz.
    Blick zurück auf den Startplatz. Gut zu sehen der Seeflughafen Nordholz, also der Bereich der zivilen Mitbenutzung.
    Einmal Aeronauticum Freigelände gratis 😉
    Am linken Bildrand ist der Tower zu erkennen. Rechts davon, die eckige Halle ist ein Neubau für den Sea Lion. Etwas dahinter ist ein Streckenradar vom Typ SRE-M6 zu erahnen. Am Horizont lassen sich einezelne Windräder im Dunst ausmachen
    Noch mal der Blick auf das AERONAUTICUM. Im Bild unter der Gate Guard Atlantic befindet sich eine (historische) Häuserzeile. Diese Gebäude wurden bereits errichtet als der Flugplatz noch von Luftschiffen genutzt wurde
    Auch das Areal in der Bildmitte ist historisch. Ursprünglich handelte es sich um ein Ferienheim und wurde später als Stabsbereich des Luftschiffhafens genutzt. Inzwischen ist nur noch ein Teil der Gebäude erhalten und das restliche Gelände ist nun eine Betonwüste die durch REWE und Aldi genutzt wird.
    Golfplätze, wie dieser bei Oxstedt mit Namen Hohe Klint, sind aus der Luft recht markant.
    Die Schönheit der Windräder liegt sicher im Auge des betrachters. Allerdings sind sie aus der Luft ein klasse Windrichtungsanzeiger. Hier im Bild ganz klar Ostwind (an der Küste ehr die Ausnahme)
    Kurz nach dem Start nach Nordholz. Kurs EDXH, Groundspeed 117 kt und noch 16:32 Minuten
    Das sogenannte Deichvorland mit der typischen Vegetation
    Der Pfeil markiert den Hafen von Spieka-Neufeld und die Line zeigt die Position des Deich. Wie man sehen kann gibt es einiges an Deichvorland.
    Über dem Wurster Watt mit Blickrichtung Süden (Bremerhaven). Schon faszinierend es so bei Ebbe zu sehen.
    Schon fast Südseefeeling
    Lotsenstationsschiff (rechts) und Lotsentender (der Shuttle-Service)
    CEMISLE
    Das Spezialfrachtschiff Cemisle ist ein sogenannter "Cementcarrier'", mit eigenem Be- und Entladegeschirr.
    Blick durch den Propeller auf die Insel
    Hochsee-Bergungsschlepper NORDIC mit einer aussenluftunabhängigen Atemluftversorgung und einem Pfahlzug von über 200t
    Im Vordergrund der Nordstrand samt Robben und weiter oben der Flugplatz
    Im Anflug auf die Düne. Gut zu sehen die beiden Bahnen. HIer sind wir im Gegenanflug auf die 15. Sieht zwar relativ lang aus, sind aber tatsächlich nur 480 Meter
    Die Schwestermaschine
    Im Hintergrund mein Transportmittel, die D-IOLN
  • Sat, 02 Mar 2019 21:15:28 +0000

    Zukünftiger Open Skies Airbus in Nordholz
    Zukünftige 15+03

    Am vergangenen Dienstag (26.02.) war mal wieder ein Highlight am Himmel über Nordholz zu sehen. In Hamburg bei Lufthansa Technik wird momentan ein Airbus A319CJ für die Bundeswehr umgerüstet. Am Ende nach rund 150.000 Arbeitsstunden soll dann eine neue Open Skies Maschine für die Bundeswehr bzw. das Auswärtige Amt entstanden sein.

    Open-Skies

    Ursprünglich wurde der Vorschlag zu einem solchen Abkommen vom US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower 1955 ins Gespräch gebracht. Wurde aber in der Folge durch die Sowjetunion verworfen. So dauerte es letztlich bis zum Jahr 1989 als US-Präsident George H.W. Bush die Idee erneut aufgriff. Letztlich wurde der Vertrag über den „Offenen Himmel“ am 24. März 1992 unter Schirmherrschaft der OSZE von 26 Staaten der NATO und des Warschauer Pakts unterschirieben. Inzwischen sind es sogar 32 Staaten und zusätzlich gibt es noch einige Interessenten.
    Bis zum 13.September 1997 besaß Die Bundesrepublik mit einer Tupolew Tu-154M, die aus Beständen der NVA übernommen wurde, eine eigene Open Skies Maschine. Am besagten 13. September kollidierte die Maschine mit einem amerikanischen Transportflugzeug vom Typ Lockheed C-141 Starlifter. Alle 33 Insassen beider Flugzeuge kamen dabei ums Leben. Nach diesem Unfall gab es in Deutschland kein eigenes Flugzeug zu diesem Zweck mehr. Man nutze im Rahmen von Open Skies die Flugzeuge anderer Nationen, meistens Maschinen vom Typ Saab aus Schweden. Da die Flotte der Maschinen, die für Open Skies Flüge zertifiziert sind, immer kleiner wird und vielleicht auch weil man der Rüstungskontrolle in Zukunft größere Bedeutung beimisst, hat sich Deutschland entschieden wieder ein eigenes Flugzeug zu diesem Zweck in der Flotte der Flugbereitschaft zu haben.

    Volkswagen Airbus für die Luftwaffe

    In der Ausschreibung für die Beschaffung der Maschine wurde schon das Muster vorgegeben. Es sollte ein Airbus A319 werden. Bei Lufthansa Technik machte man sich auf die Suche nach einer passenden Maschine. Letztlich wurde man bei Volkswagen fündig. Die hatten einen A319CJ in der Flotte den man loswerden wollte. Die Maschine flog bei VW mit der Kennung VP-CVX. In diesem Fall wählte man aber wohl nicht die Bermuda Inseln aus steuerlichen Gründen als Land der Registrierung. Nach Aussagen die man im Netz findet spielen wohl hauptsächlich Überflugrechte eine Rolle. Die sollen wohl mit der Bermuda Registrierung einfacher zu erhalten sein. Was vielleicht ein wenig merkwürdig anmutet, ist die Tatsache dass man auf die Idee kommen könnte, dass die Bahn des Flughafen in Braunschweig unter anderem für den VW Flieger verlängert worden ist. Denn dieser konnte bis dahin nicht vollgetankt starten, sondern musste dann noch mal in Hannover landen um dort vollgetankt zu werden. Inzwischen fliegt ja auch die DLR einen A320, so macht die Verlängerung wohl schon Sinn.

    Hauptunterschied zwischen dem normalen A319 und dem A319CJ (Corporate Jet) ist die Reichweite. Die Passagierversion liegt bei etwa 6.900 km, der A319CJ bei 11.100 km. Außerdem hat der CJ eine höhere maximale Reiseflughöhe. Die gesteigerte Reichweite wird dadurch erreicht, das im Frachtbereich unter der Kabine zusätzliche Tanks eingebaut sind. Das hat auch zur Folge das etwaiges Gepäck in einem extra Bereich der Kabine transportiert wird. Als die Maschine von Volkswagen zu Lufthansa Technik kam, hatte sie eine VIP Ausstattung. Von dieser sind 2 Toiletten,2 Schränke und die vordere Galley übrig geblieben. Die Wahl viel unter anderem auf die VW Maschine aufgrund der Zusatztanks und weil sie noch nicht außerordentlich viele Flugstunden absolviert hatte. Die Maschine trägt momentan die Kennung D-AISY und wird bei der Luftwaffe unter der taktischen Kennung 15+03 fliegen. Zu den Umrüstungen gehören so banale Dinge wie der Einbau von militärischen Funkgeräten und so gravierende Umbauten wie das Schneiden von 4 Löchern in die Struktur des Rumpf. Insgesamt machen die Umbauten an der Maschine 3 ergänzende Musterzulassungen (Supplemental Type Certificates) nötig. Eine für die strukturellen Änderungen die sich unter anderem durch die Löcher im Rumpf ergeben. Sowie je eine für die Fenster durch die Kameras ihre Aufnahmen machen und für die Kabine. Außerdem braucht das Flugzeug eine militärische Zertifizierung und muss für die Flüge im Rahmen von Open-Skies von allen Mitgliedsstaaten des Abkommens zertifiziert werden. Da man im Rahmen des Abkommens auch Einblick in die Technik der Maschine gewähren muss, wurden an verschiedenen Stellen am Flugzeug zusätzliche Zugangsmöglichkeiten geschaffen. Im Nebenjob soll der Airbus auch in der Lage sein verletzte zu transportieren. Auch beabsichtigt die Bundesrepublik Deutschland die Maschine an andere Open-Skies Nationen samt Crew zu vermieten. Im Inneren der Maschine sind insgesamt 20 Arbeitsplätze zur Überwachung des Flugwegs und der Aufnahmen eingebaut. Die Sitze die dort zum Einsatz kommen werden normalerweise in Hubschraubern eingesetzt. Zusätzlich gibt es im hinteren Bereich der Kabine noch Sitze für bis zu 25 Passagiere. Es gibt auch noch ein paar ungewöhnliche Details. Da nicht an allen Flugplätzen eine Schleppstange verfügbar ist, wird diese normalerweise im Frachtbereich mitgeführt. Da bei diesem Airbus dort aber Tanks untergebracht sind, hat man hier eine Lösung gefunden bei der die Stange in einem Schrank in der Kabine untergebracht wird. Im Heck der Maschine sind 2 Fenster für Kameras angebracht. Diese haben einen Durchmesser von 440 Millimeter und werden durch eine einzelne 4cm dicke Glasscheibe verschlossen. In den vorderen Kamera-Fenstern ist eine optische und eine Infrarot Kamera untergebracht. Die Maschine trägt die Seriennummer 1212 und hatte am 06.05.2000 ihren Erstflug. Es handelt sich um die erste A319 die von Anfang an als CJ gebaut wurde. Wenn man bei google ein wenig nach dem Kennzeichen sucht, findet man tatsächlich ein Repaint für den FS9/FSX. Es gibt im Übrigen im Rahmen des Open Skies abkommen auch vorgaben wie „gut“ die eingesetzten Geräte sein dürfen. Optische Kameras dürfen eine maximale Auflösung von 30cm, Infrarot Kameras von 50cm und bei Radar von 3 m haben. Die beiden Anflüge in Nordholz gingen einmal bis knapp unter 100m und beim zweiten Anflug bis etwa 400m an den Boden. Der zweite Anflug war eigentlich einer im eigentlichen Sinn. Kurz vor Erreichen der Schwelle flog der Airbus einen recht engen Vollkreis. Bei dem waren zum einen die Kamera-Einbauorte gut zu sehen. Zusätzlich war recht gut zu erkennen das im Cockpit auch per Handy gefilmt oder fotografiert wurde. Auf der Oberseite des Rumpfes kann man auch sehen das dort gearbeitet wurde. Hier wurden vor allem Kommunikationsanlagen eingebaut. Das war jedenfalls mal wieder ein spannender Besucher in Nordholz. Am heutigen Samstag war die Maschine übrigens ein weiteres mal in Nordholz. Im Juni soll die Maschine an die Bundeswehr übergeben werden. Mal sehen ob man sie dann noch mal in der endgültigen Lackierung in Nordholz sieht.

    Open Skies Airbus über Nordholz
    Zukünftige 15+03
    Zukünftige 15+03
    Ehemalige VP-CVX, jetzige D-AISY, zukünftige 15+03. Im Anflug auf die 26 in Nordholz, Gear Up
    D-AISY
    D-AISY
    Das Fahrwerk wurde dann doch noch ausgefahren.
    VP-CVX
    VP-CVX
    Noch in der Volkswagen Lackierung
    VP-CVX
    VP-CVX
    Aus dieser Perspektive sieht die Maschine recht "normal" aus.
    VP-CVX / D-AISY
    VP-CVX / D-AISY
    Der erste Anflug ging bis auf etwa 250ft
    Sea Lynx
    Sea Lynx
    Lynx wird zur Halle geschleppt
    D-AISY
    D-AISY
    Anflug Nummer 2 endete in etwa 400m Höhe
    15+03
    15+03
    Vermutlich der einzige A319 mit 4 Löchern im Rumpf
    Fotografen, nicht nur am Boden
  • Thu, 14 Feb 2019 15:35:07 +0000

    Spotten, Nordholz 14.02.2019

    Am heutigen Donnerstag hatte ich erst überlegt nach Finkenwerder zu Airbus zu fahren. Dort sollte der erste A380 für ANA in einer Schildkröten Sonderlackierung fliegen. Tatsächlich tat er dieses dann auch. Allerdings ohne mich, da ich mich nicht so wirklich zu der Fahrt motivieren konnte. Um aber nicht ganz leer auszugehen habe ich mich dann aber zumindest nach Nordholz an den Flugplatz begeben. Dort war mit der P-3C 60+08 auch tatsächlich Flugbetrieb. Dazu waren auch noch einige Sea King und Lynx unterwegs. So habe ich zumindest ein paar schicke Aufnahmen machen können und so das Wetter sowie den freien Tag doch noch genutzt. 

    Spotten ETMN 14.02.2019
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    83+03 und 89+71
    83+03 und 89+71
    P-3C 60+08
    P-3C 60+08
    P-3C 60+008
    P-3C 60+008
    83+23
    83+23
  • Sun, 10 Feb 2019 15:46:32 +0000

    Spotten Januar / Februar und Insolvenzen

    Im Januar und Februar (zumindest bis heute) war es recht mau was das Spotten angeht. Was aber nicht unbedingt am Flugplatz gelegen hat. Ehr habe ich den Weg nicht so wirklich gefunden. 2 Wochen lang hatte ich Spätschicht, da klappt es nicht wirklich. Und in der rechtlichen Zeit müssen dann ja auch wenigstens 3 Dinge zusammen kommen. Motivation, Wetter und Flugbetrieb. An den meisten Tagen hat es dann aber an einem oder mehreren der Dinge gehaperd. Zum ersten mal haben alle 3 Dinge am 23 Januar gepasst. Da wollte ich allerdings eigentlich den Sonnenuntergang fotografieren, habe aber einen Umweg über den Zivilflugplatz gefahren. Tatsächlich gab es dort sogar Aktivität. Eine Cessna 525 CitationJet der  CJ1 der tschechischen T-Air war gerade im Begriff abzufliegen. Wie man an den Bildern sieht, war ich für das 600mm Objektiv zu dicht und später als ich auf das 90er gewechselt hatte, war die Maschine schon in Bewegung und damit wieder das falsche Objektiv. Es sieht so aus, als wenn die Maschine nach Düsseldorf geflogen ist und am 24.01. ein weiteres mal in Nordholz war. Im Februar, ganz genau am 03. habe ich ein paar Maschinen auf Reiseflughöhe fotografiert. Ein kleines Highlight war dabei die C-40A der US Navy. Da es nur 15 Maschinen dieses Typs gibt, schon relativ selten zu sehen. Zusätzlich sind mir noch ganz schicke Bilder einer KLM 777 sowie einer British Airways 787 gelungen.  

    Hercules aus den Niederlanden

    AM Freitag den 08.Februar entdeckte ich eine niederländische Hercules auf meinem Radar. Nach dem ich mich erstmal selbst motivieren musste loszufahren, kam ich dann am Flugplatz an. Wie immer in solchen Situationen geschätzte 2 Minuten nachdem die Hercules ihren zweiten von 2 Anflügen beendet hatte.  Meine Enttäuschung darüber teilte ich der Luchtmacht per Twitter mit. Wie man sieht wurde auch prompt geantwortet. Eine der vielen Dinge die mir an den niederländischen Streitkräften gefällt. Da ist der Kontakt zu den Bürgern meiner Meinung nach direkter. Kann aber natürlich auch sein, das man als außenstehender einen anderen Blick hat. Letztlich habe ich dann das beste aus der Situation gemacht, und zumindest die kurz darauf landende Do 228 57+04 fotografiert. Als trost bleibt das es eh kein tolles Wetter zum fotografieren war. 

    Insolvenzen und Defizite

    Der Anfang des Monats Februar war von Insolvenzen geprägt. Nachdem Germania am 09. Januar noch mit der D-ASTR in Nordholz zum Pilotentraining war, beantragte man am 04.02.2019 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und stellte in der darauf folgenden Nacht den Flugbetrieb ein. Im Nachhinein wurde auch bekannt das die Januar Gehälter der Angestellten nicht gezahlt wurden. Mitte Januar gab es noch die Meldung das die kurzfristigen Liquiditätsprobleme gelöst wurden. Das war offenbar nicht der Fall. Damit ist das Pilotentraining der Germania in Nordholz auch Geschichte. Gut nur das es mit den Linienflügen von Nordholz nicht geklappt hat. Bei manchem Flugplatz in Ostdeutschland machten die Germania Flüge über 50% des gesamten Verkehrs aus. Gut das ich zumindest 2 oder 3 mal die Gelegenheit hatte, die Germania in Nordholz zu fotografieren. Die Airline hat wohl versucht in die Lücke zu stoßen die Air Berlin hinterlassen hat. So hatte man auch 20 A320NEO bestellt, die im kommenden Jahr (2020) ausgeliefert werden sollten. Offensichtlich waren die Margen in dem Segment, welches Germania versucht hat zu füllen, zu gering. 

    Yourways

    Ebenso im Februar kam die Meldung das Yourways am Nordholzer Flughafen Geschichte ist. Anfangs startete das Unternehmen als reiner Charterflug Anbieter (Privateways), unter anderem mit dem in Europa noch recht neuen Honda Jet. Anfang 2018 wurde eine weitere Gesellschaft (Yourways) gegründet um mit dieser Inselflugverkehr durchzuführen. Aber schon nach rund 7 Monaten war hier schluss. Der letzte Flug der dabei eingesetzten Kodiak ist in diversen Datenbanken ende September festgehalten. Zwischenzeitlich war aber das AOC schon auf Yourways umgeschrieben. Daher wollte man sich wohl wieder auf den Charterflugverkehr beschränken. Das dann wohl auch unter dem Namen Yourways. Das hat dann aber wohl auch nicht geklappt. Zumindest scheint es so das seit Ende Dezember keine der Maschinen mehr abgehoben ist. Laut hiesigen Zeitungen sollen Maschinen und Piloten wohl durch die Firma Pro Jet übernommen worden sein. Wobei es mich ein wenig verwundert, das offensichtlich nicht nur Piloten und Flugzeuge übernommen wurden. Den Offenbar ist einer der Beiden Gründer (Benjamin Götze) von Yourways/Privateways nun Mitglied der Geschäftsführung bei der Firma Pro Jet GmbH. Seit Dezember 2018, genau der Zeitpunkt an dem Yourways den Betrieb offenbar eingestellt hat.    

    SeaAirport - mal wieder

    Offenbar ist es eine Art Naturgesetz, das einmal im Jahr die Sau durch das Dorf getrieben werden muss. Die Sau ist in diesem Fall der Zivilflugplatz in Nordholz. So war in der Presse und in einigen Parteien der Jährliche Zuschuss von 300.000€ zum Betrieb des Airport Thema. Und wie jedes mal wurde natürlich umgehend gefordert, das der Airport geschlossen wird, bzw. die öffentliche Hand ihr Engagement beendet. Und wie jedes Jahr wahr ein paar Tage später dann in einer kleinen Meldung zu lesen, das der Kreistag dem Defizit Ausgleich zugestimmt hat. Ich frage mich natürlich, warum man von Seiten der Zeitung aus diesem ganzen überhaupt eine Meldung gemacht hat. Oder wer den Artikel „diktiert“ hat. Auf der anderem Seite frage ich mich auch, warum die Zeitung zum Beispiel was die Insolvenz von Yourways angeht, nicht mal genauer nachfragt. Stattdessen versteht man sich offenbar ehr als PR-Abteilung von Firmen.    

    Spotten Januar – Februar 2019
    Cessna CJ 525
    Cessna CJ 525
    Ok-PBS der T-air
    Cessna CJ 525
    Cessna CJ 525
    Ok-PBS der T-air
    Cessna CJ 525
    Cessna CJ 525
    OK-PBS der T-air
    Cessna CJ 525
    Cessna CJ 525
    OK-PBS der T-air
    US Navy
    US Navy
    C-40A 168981 in 39.000ft
    KLM
    KLM
    PH-BVN eine 777-306ER in 31.000ft
    British Airways
    British Airways
    Boeing 787-9 in 34.000ft
    Dornier Do-228LM
    Dornier Do-228LM
    57+04
    Dornier Do-228LM
    Dornier Do-228LM
    Die 57+04, die ältere der beiden "Öl-Do's"
  • Tue, 18 Dec 2018 22:48:08 +0000

    Letzter Besuch einer Antonov 124 in 2018

    Am heutigen Dienstag besuchte eine Antonov 124 Nordholz. Und nach Aussage des Zivilflugplatz ist das auch das letzte mal im Jahr 2018. Wie ich finde ein mehr als würdiger Abschluss des Spotterjahr 2018. Das wird in den verbleibenden Tagen wohl nur schwer zu toppen sein. 
    Bei der UR-82007 handelt es sich um die 5. überhaupt gebaute Antonov 124. Zieht man die 2 Prototypen ab, ist es also die dritte gebaute Serienmaschine. Und gleichzeitig ist sie die älteste noch fliegende „124“. Die erste Serienmaschine stürzte am 13.10.1992 ab. Bei einem Flug im Rahmen der staatlichen Zulassungsprüfung kam es unter der Leitung von S.A. Gorbig zum ersten Absturz einer Antonov 124. Ziel des Fluges war die Steuerbarkeit der Maschine bei maximalem Staudruck zu untersuchen. Zum Zeitpunkt der größten aerodynamischen Belastung, wurde die Radarnase zerstört. Die Trümmer der zerstörten Radarnase beschädigten 2 Triebwerke so schwer das sie sich entweder automatisch herunterfuhren oder ausfielen. Auch hatte die Crew keine brauchbaren Geschwindigkeitsangaben mehr, da auch diverse Systeme durch die Triebwerksausfälle nicht mehr funktionierten. In dieser Situation flog eine Antonov 22 parallel zur Maschine, damit die Crew einen Anhalt ihrer Geschwindigkeit hatte. Etwa 40 Kilometer vor dem Flugplatz in Kiew kollidierte die Maschine mit Bäumen und alle 8, sich zu diesem Zeitpunkt in der Maschine befindlichen Personen fanden den tot. Ein Ingenieur überlebte, da er zuvor zum Ausstieg mit dem Fallschirm aufgefordert worden war.      

    SALIS-Nun rein ukrainisch

    Bisher war es so das die Maschinen im Rahmen von SALIS (Strategic Airlift International Solution) von Antonov Airlines (Ukraine) und Wolga-Dnjepr (Russland) gestellt wurden. Im April 2018 gab der russische Partner aber sein Ausscheiden zum Ende des Jahres 2018 bekannt. Der neue SALIS Vertrag wurde nun allein an Antonov Airlines vergeben. Diese ist zusammen mit der deutschen Firma Aircargonet ein Jointventure  eingegangen. Die Ukrainer halten 51% der Firmenanteile, der deutsche Partner 49%. Aircargonet war auch schon in der Vergangenheit für die Bundeswehr tätig. Sie charterte IL-76 der Usbekistan Airlines um damit Transportflüge nach Temez durchzuführen. Im neuen Unternehmen ist Aircargonet hauptsächlich für die Logistik und als Ansprechpartner für die deutschen Behörden verantwortlich. 

    In der Vergangenheit war es so, das 2 Antonov 124 in Leipzig fest stationiert waren. Das soll wohl auch ab dem 1.1.2019 so bleiben. Diese Maschinen sollen innerhalb von 72 Stunden abrufbar sein. Im bisherigen Vertrag war dann vorgesehen das 2 weitere Maschinen innerhalb von 6 und weitere 2 innerhalb von 9 Tagen. Fraglich ist aber ob Antonov Airlines überhaupt 6 Maschinen zusagen kann. Denn sie besitzen in Summe gerade mal 7, bei Wartungen könnte es da schnell eng werden. Und auch auf Deutschland kommen ggf. Probleme zu. Bisher hat Deutschland rund 800 Flugstunden pro Jahr im Rahmen von SALIS „verbraucht“. Experten gehen aber davon aus, das Antonov Airlines als alleiniger Partner, nicht mehr als 900 Stunden pro Jahr wird leisten können. Da wird sich also eine Lücke auftun. Es wird spannen zu sehen wie die geschlossen wird. Es wird auch in verschiedenen Medien berichtet, das wohl auch die Antonov 225 teil des neuen Vertrags sein soll. Diese ist wohl zum gleichen Preis wie die Antonov 124 mit angeboten worden.  

    Die Flugstundenpreise liegen bei den Ukrainern etwa 1/3 höher als vorher bei den russen und sind bei etwas 35.000€. Diese dürften mit der Monopolstellung nicht gesunken sein. 

    Unabhängig von allen politischen und anderen Problemen, war dieser Tag eine tolle Gelegenheit der Maschine  ganz nah zu kommen. Und es ist schon beeindruckend wie winzig ein Gabelstapler im Rumpf der Antonov wirkt. 

    UR-82007 in Nordholz
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Antonov 124-100M
    UR-82007
    UR-82007
    Auge in Auge mit dem Giganten. Der Gabelstabler wirkt fast verloren im Rumpf der Antonov
    Auge in Auge mit dem Giganten. Der Gabelstabler wirkt fast verloren im Rumpf der Antonov
    Antonov 124 UR-82007. Der letzte Besucher einer Antonov 124 im Jahr 2018. So hat das Spotterjahr 2018 schon einen tollen Abschluss gefunden.
    Antonov 124 UR-82007. Der letzte Besucher einer Antonov 124 im Jahr 2018. So hat das Spotterjahr 2018 schon einen tollen Abschluss gefunden.