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  • Sun, 02 Dec 2018 16:36:17 +0000

    Eigene Metadaten in Lightroom

    Vor ein paar Tagen habe ich herausgefunden wie man eigene Metadaten-Felder in Lightroom zufügen kann. Das klingt erst mal nicht weiter begeistern und das gleiche kann man auch mittels Stichwörtern lösen. Aber der Vorteil ist, das man so feste Felder für die Daten hat und es so immer klar ist, welche Daten wo eingetragen werden sollen. Außerdem bietet das ganze den Vorteil das diese neuen Felder, wenn man es denn möchte, auch in der Metadaten Suche von Lightroom angezeigt werden. Man hat dann zum Beispiel ein Feld „Hersteller“ welches man auswählen kann um alle Bilder von Flugzeugen eines bestimmten Herstellers anzeigen zu können. Die Daten werden nur Lightroom intern gespeichert, das heiß sie gehen bei einem Export verloren. Was ja auch klar ist, da es diese Daten in den Standard IPTC Feldern nicht vorgesehen sind. Aber auch dafür gibt es Abhilfe. Mit einem Tool namens „META DATA WRANGLER“. Dabei handelt es sich um ein Tool, mit dem man die eigenen Daten in bestehende IPTC Felder schreiben kann. Man kann also ein Feld, das man nicht benötigt, mit den eigenen Daten füllen. Es gibt zum Beispiel Felder wie „Kategorie“ oder „andere Kategorie“, die zum Beispiel bei mir ungenutzt sind. Ich habe mir für meine Bedürfnisse folgende Felder erstellt.

    • Airport (Als ICAO CODE)
    • Hersteller
    • Betreiber (Airline oder Streitkräftenamen)
    • Typ
    • Typ-ICAO
    • Kennzeichen
    • MSN
    • militär (ja/nein)
    • Sonderlackierung (ja/nein)

    Ich bin mir noch nicht sicher ob ich das auch für alle Bilder der Vergangenheit eingebe. Aber bald ist ja Weihnachten und da habe ich 2 Wochen Urlaub, das wäre ja eine gute Beschäftigung für diese Zeit. Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher ob ich dann zusätzlich noch Stichwörter vergebe. Mit einem weiteren Plugin ist es möglich sich eine eigene Metadaten Ansicht zu erstellen. Das nennt sich Jeffrey’s “Metadata-Viewer Preset Editor. So ist man in der Lage festzulegen an welcher Stelle die Metadaten in der Ansicht in Lightroom erscheinen. Ich habe mir eine eigenen Preset mit Namen Aviation erstellt und da meine eigenen Felder weit oben platziert, so das ich nicht weit scrollen muss.

    Rechts sieht man die selbst angelegten Felder

    Wie kommen die Felder in Lightroom?

    Damit die eigenen Felder in Lightroom auftauchen, ist es erforderlich ein eigenes Plugin zu erstellen. Das klingt erstmal dramatisch, ist es aber nicht. Der erste Schritt ist, das man sich überlegt wo man den Ordner mit dem Plugin speichern will. Wenn man sich darüber im klaren ist, erstellt man einen Ordner mit dem Namen den das eigene Plugin tragen soll. Wichtig ist das am Ende des Ordnernamens „.lrplugin“ steht. In meinem Fall habe ich den Ordner „meine-metadaten.lrplugin“ genannt. In diesem Ordner erstellt man nun zwei Dateien. Rechtklick, Neu, Textdatei. Die eine nennt man „CustomMetadata.lua“ den anderen „info.lua“. Diese beiden Dateien muss man denn entsprechend anpassen. Die Info.lua sieht folgendermaßen aus.

    return {
    LrPluginName = „Meine Metadaten“,
    LrToolkitIdentifier = „eike.custom.metadata“,
    LrSdkVersion = 2,
    LrMetadataProvider = ‚CustomMetadata.lua‘,
    }

    Das Feld LrPluginName gibt den Namen an mit dem das PLugin im Lightroom Zusatzmodulmanager angezeigt wird. LrToolkitIdentifier ist der Name den Lightroom intern verwendet um das Plugin mit dem Katalog zu verknüpfen. Daher ist es extrem wichtig das der hier verwendete Name einzigartig ist und auch in Zukunft nicht von einem anderen Plugin verwendet wird. Daher habe ich meinen Namen verwendet. Hat man diese beiden Anpassungen vorgenommen, ist man mit der ersten Datei schon fertig. Nun geht es daran die CustomMetadata.lua anzupassen.

    return {
    schemaVersion = 2, — Dieser Wert muss bei jeder Änderung an den unten stehenden Daten erhöht werden

    metadataFieldsForPhotos = {
    — Man kann beliebig viele eigene Felder haben (in diesem Beispiel 9)… Jeder title und id müssen aber eindeutif / einzigartig sein.
    — „searchable“ auf true setzen um es als Kriterium für Smart Collections verfügbar zu haben.
    — Wenn „searchable“ und „browsable“ auf true stehen, werden sie in der Metadata Suche von LR angezeigt.
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“Manufact“, title=“Hersteller“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“typ“, title=“Typ“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“Typicao“, title=“Typ-ICAO“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“Reg“, title=“Kennzeichen“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“military“, title=“militär“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“operator“, title=“Betreiber“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“airport“, title=“Airport“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“sonderl“, title=“Sonderlackierung“ },
    { dataType=“string“, searchable=true, browsable=true, id=“msn“, title=“MSN“ },
    }
    }

    Eigentlich ist das relativ einfach. Einfach die dataType Zeilen den eigenen Bedürfnissen anpassen. id ist dabei die Lightroom interne Bezeichnung, title der Text der in der Metadatenansicht angezeigt wird. Braucht man mehr eigene Felder, kann man eine bestehende Zeile einfach kopieren, braucht man weniger kann man Zeilen entfernen. Wenn man das Plugin neu erstellt muss der Wert bei schemaVersion auf 1 stehen. Wenn man Änderungen macht, Felder zum Beispiel zufügt, erhöht man die Zahl. Wie man in meinem Beispiel sieht, habe ich schon mal eine Änderung gemacht, daher die 2. Zum editieren der Dateien würde ich Notepad++ empfehlen. Denn es ist wichtig das man die Dateien als „plain Text“ speichert, ohne irgendwelche Formatierungen. Wordpad oder Word aus Windows wären nicht geeignet, der normale Editor in Windows schon. Allerdings ist Notepad++ wesentlich komfortabler. Mit diesen Schritten ist das Plugin fertig und muss nur noch wie jedes andere Plugin in LR über den Zusatzmodulmanager geladen und aktiviert werden. Hat man das getan, sollten die eigenen Felder auftauchen in Lightroom, wenn man alle anzeigen lässt. 

    Eigener Metadaten Preset

    Hier habe ich mal eine kleine Beschreibung aufgenommen wie man die Metadaten dann in eine bestimmte Reihenfolge bekommt. Da ich mir dachte das es einfacher ist sich das ganze anzuschauen, habe ich mal ein kurzes Video aufgenommen. Ggf die Lautstärke etwas weiter aufdrehen, das Mikrofon hat recht leise aufgenommen. Ich hoffe aber es ist trotzdem verständlich.

    Beispiel Download

    Download

    Da ich weiß das es recht schwierig sein kann, durch die einzelnen Dateien und die Anpassungen zu steigen, habe ich mein Plugin hier mal als Download. Sollte aber entsprechend angepasst werden.
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  • Thu, 29 Nov 2018 20:00:35 +0000

    Kurzspotten in Nordholz

    Eigentlich war mein Plan das an diesem Tag ausgezeichnete Wetter zu nutzen und mal wieder einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Als ich dann auf halben Weg in Richtung Nordholz war, sah ich eine P-3 am Himmel. Tatsächlich war die 60+07 wohl schon den ganzen Vormittag damit beschäftigt Platzrunden zu fliegen. Also habe ich meine Pläne geändert und einen Zwischenstopp am Flugplatz eingelegt. Seit über einer Woche herrscht hier an der Küste Ostwind, was eigentlich ungewöhnlich ist. Also war die Bahn 08 in Betrieb. Eigentlich war das immer meine favorisierte Stelle am Flugplatz. Allerdings ist es mit einem Objektiv mit einer Anfangsbrennweite von 150mm unpraktisch. Und dazu kommt dann auch noch, das die Sonne im November zu dieser Zeit schon recht weit im Westen steht. Letztlich habe ich dann versucht das beste aus der Situation zu machen. Da das Licht eh schon recht schmal bemessen war für das Objektiv, war dann das Ziel Bilder mit Propellern in vorm von Kreisen aufzunehmen. Wenn man von einer Menge Ausschuss absieht, ist das auch ganz gut gelungen. Und ich denke ich werde mir von meinem Weihnachtsgeld mal eine Grundreinigung der Kamera bzw. des Sensors schenken. Was man da bei Blende 11 und höher zu sehen bekommt ist schon erschreckend. Ein weiteres Handicap waren die Temperaturen. Schon nach 20 Minuten waren die Finger nur noch für grobe Tätigkeiten zu gebrauchen. Da viel der Abschied nicht so schwer. Toll ist immer wieder was einem dann zuhause beim Betrachten der Bilder auffällt. So hat die 60+07 auf der Bugfahrwerksklappe einen Text. Dort steht geschrieben 100% Technik. Dank Facebook kenne ich nun auch den Hintergrund. So kommentierte ein Leser von Spotterblog das Bild mit folgenden Worten.

    Das ist die Markierung für ein Einsatzkontingent in dem die Technik zu 100% das Luftfahrzeug bereitstellen konnte …. und keine Flüge

    aufgrund technischer Mängel ausgefallen sind…

    Ich habe jetzt auch mal ein paar Bilder ausgewählt, die vielleicht nicht 100% scharf sind. Aber so viele Aufnahmen habe ich nicht gemacht und von den gemachten ist auch noch ein Teil (50%) in den Papierkorb gewandert. Da bei diesen so keine wirkliche Schärfe vorhanden war. Ich hoffe die Auswahl gefällt. 

    P-3C 60+07
    P-3C 60+07
    Gut das man bei den Bildern nicht sehen kann welche Menge an Staub ich „wegstempeln“ musste
    60+07
    60+07
    Die P-3 von hinten
    P-3C 60+07
    P-3C 60+07
    Die 60+07 im Final beim Anflug auf die Bahn 08
    Die Tage werden kürzer und damit auch das Zeitfenster in dem man fotografieren kann. Gearbeitet habe ich bis 14.30 und die Sonne geht gegen 16.10 schon wieder unter. Da traf es sich ganz gut das die 60+03 fleißit am Platzrunden fliegen war. Und soviele Aufnahmen von Nordholzer Maschinen gab es in diesem Jahr ja noch nicht.
    60+07
    60+07
    60+07
    60+07
    Über der 08. Kurz vor dem Aufsetzen
    P-3C 60+07
    P-3C 60+07
    Detail an der Fahrwerkslappe. Ich würde denken das es 100% Technik heißt
  • Tue, 27 Nov 2018 21:08:06 +0000

    Bildbearbeitungsprogramme im Vergleich

    Es gibt ja (inzwischen) viele relativ gleichwertige Lösungen, was die Verwaltung und Bildbearbeitung angeht. Zum Teil unterscheiden sie sich aber deutlich im Preis und auch im Umfang. Spontan fallen mir folgende Programme ein, bzw kann ich zu diesen was sagen, da ich sie mehr oder weniger nutze.

    • Capture One
    • Lightroom CC Classic
    • ACDSee Photo Studio Ultimate 2019
    • ON1 Photo RAW 2019
    • Digital Photo Professional 4

    Je nach Hersteller, ist meistens schon ein Programm vorhanden, welches man mit der Kamera bekommt. Bei mir als Canon User ist es Digital Photo Professional 4. Ich glaube als Sony Nutzer hat man zum Beispiel die Möglichkeit Capture One relativ günstig zu erwerben. 

    Kommen wir zum wichtigsten, den Ergebnissen der der einzelnen Programme. Vorweg gesagt, vernünftige Bilder erstellt eigentlich jedes Programm, das ist letztlich auch einbe Frage des subjektiven Empfindens. Und ich habe sicher auch die Programme nicht voll ausgereizt. AUßer bei Lightroom fehlt es mir da an Expertise.

    Wie man sieht gibt es mehr oder weniger große unterscheide in den Ergebnissen. Bei Digital Photo Professional 4 habe ich es vielleicht ein wenig mit der Sättigung der blauen Farbtöne übertrieben. Aber es zeigt sich auch das eigentlich kein Bild dabei ist das völlig „daneben“ ist. Capture One fehlt jetzt in diesem Vergleich. Wozu gibt es Testversionen. Neben den unterschieden im Ergebnis gibt es natürlich auch Abweichungen im Handling oder im Preis. Hier mal eine kleine Aufstellung. 

    Preise
    Capture one 11 DPP ACDSEE PS Ultimate 2019 ON1 Photow Raw 2019 Lightromm CC Classic 8 Lizenz 349,00 € gratis 114,95 € 99,00 €
    Abo (1 Jahr) 180,00 €
    97,00 €
    142,68 € v

    Wie man sieht gibt es deutliche Unterschiede in den Preisen. Capture One ist sowohl im Abo und auch als Lizenz der Spitzenreiter. Ausnahme bilden die Nutzer von Sony und Fuji Kameras, hier gibt es deutliche Rabatte. Für den Betrag erhält man die Software Capture One und das war es. 

    Digital Photo Professional hingegen für Nutzer der meisten Canon Kameras Gratis. Im Normalfall liegt die Software der Kamera bei, kann aber auch bei Canon nach Eingabe der Kamera-Seriennummer herunter geladen werden. 

    ACDSee Photo Studio Ultimate ist günstiger und bietet im ABO noch eine Vielzahl weiterer Programme. So zum Beispiel zur Videobearbeitung und Konvertierung. Auch ist im Preis eine „Cloud“ inbegriffen. 

    ON1 Photo Raw 2019 ist frisch erschienen und das günstigste Programm. Ein Abo gibt es nicht. Es gibt aber eine Art „Club“ mit Namen Pro oder Pro Plus. Da gibt es dann zusätzlich monatlich Presets und ähnliches. 

    Lightroom CC Classic 8 ist zusammen mit Photoshop und Lightroom CC (Cloud Variante) sowie  20 GB Speicher Teil des Adobe Fotografen Abo. Diese Software gibt es seit Version 7 nur noch im Abo. Das beinhaltet alle Updates, sowie Schriftarten, Adobe Spark (erstellen von Grafiken) und Adobe Portfolio (Webseite).

    Mit Lightroom CC Classic 8 entwickeltMit Capture One 11 entwickelt

    In der zweiten Bilderserie habe ich einfach mal eine RAW-Datei genommen und sie nur umgewandelt in ein jpeg mit 1700px Breite. Regler habe ich keine bewegt, ggf die Ausgabeschärfe auf Monitor gestellt. Da wo es möglich war, habe ich die Jpeg Qualität auf 95 gesetzt. Wie man sehen kann, gibt es zwar keine gravierenden Unterschiede. Es ist aber gut zu sehen das jedes Programm die RAW Daten etwas anders interpretiert. Was einem nun besser gefällt ist sicher wieder sehr subjektiv. Und natürlich haben alle Programme ihr stärken und Schwächen. Dazu nun etwas ausführlicher. Zusätzlich ist darunter noch mal ein Vergleich zwischen dem Bild wie es aus Lightroom gekommen ist und unter „After“ das gleiche Bild wie es Capture One interpretiert hat.
    Grundsätzlich ist mein Eindruck das Capture One eine größere Grundschärfe bietet als Lightroom und auch die Farben sind etwas glänzender. Lightroom sit mehr wie mattes Papier und Capture One dann Glanzpapier.

    Lightroom

    Stärken
    Lightroom ist vermutlich das kompletteste Programm im Test. Neben der Möglichkeit die Bilder zu bearbeiten ist es auch eine mächtige Bildverwaltung. Was den Komfort beim Zuweisen von Stichwörtern oder Beschreibungen angeht ist Lightroom klar vorne. Und das mit weitem Abstand. Keines der anderen Programme kommt dem auch nur im Ansatz nahe, am ehesten noch ACDSee. Bei den meisten anderen Programmen sind diese Funktionen nur rudimentär vorhanden oder wie bei DPP überhaupt nicht. Auch bietet LR die Möglichkeit den Bildern eine GPS Position zuzuweisen. Dies geht recht einfach, man zieht die Bilder auf eine Karte und die entsprechende Position wird gespeichert. Man kann auch zum Beispiel mit dem Handy einen Track speichern, und diesen in Lightroom importieren. Danach werden die Bilder dann automatisch anhand der Aufnahmezeit auf der Karte platziert. Weitere große Stärke von Lightroom ist der Export. Wer zum Beispiel Bilder auf Flickr oder Facebook hochlädt, wird das Programm lieben. Dies passiert dann alles per Drag&Drop in Lightroom und ist sehr flexibel. So braucht man Bilder nicht erst auf die Festplatte exportieren und das vielleicht noch in verschiedenen Abmessungen, je nach Zweck. Auch kann man die Stichworte, Titel Beschreibung von Lightroom übernehmen, und auch als Beschreibung auf Facebook nutzen. Auch eine Integration in einen WordPress Blog bietet Lightroom. Klingt vielleicht wie eine Kleinigkeit, ist aber extrem effizient und zeitsparend.
    Auch die einzelnen Regler sind in LR durchdacht und schon in der Reihenfolge angebracht wie es am meisten Sinn macht. Auch ist es zum Beispiel nicht wirklich möglich ein Bild in LR völlig zu überschärfen, da die Regler das nicht hergeben. Das Programm schützt den Anwender quasi vor sich selbst. In Verbindung mit den Filtern (Radial oder Verlauf) sind die Regler von Lightroom extrem leistungsfähig. Alle Änderungen die man durchführt werden „nur“ in der Datenbank von Lightroom gespeichert und nicht am Bild selbst durchgeführt. Daher bleibt das Foto immer unberührt. Eine neue Version der Aufnahme entsteht immer erst beim Export. Auch Änderungen an EXIF oder IPTC Datensätzen werden nicht in der Datei selbst, sondern nur in der Datenbank oder, wenn man es wünscht, in separaten xmp Dateien gespeichert. Vorbildliche Unterstützung eines zweiten Monitors. 

    Schwächen 
    Eine der Schwächen für mich ist, das man immer mit dem „ganzen“ Bild arbeitet. Man sagt erst im letzten Schritt (Export), welche Größe das Bild am Ende haben soll. Ich persönlich finde es schwierig, die Schärfe zu beurteilen, wenn ich ein Bild von 5000 Pixel vor mir habe. Am Ende das exportierte Bild aber nur 1600 Pixel haben soll. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Man könnte als Workaround das Bild zum Beispiel in der gewünschten Größe exportieren und direkt wieder in LR importieren um dann zu schärfen. Oder aber man exportiert das Bild zu Photoshop, ändert dort die Größe und schärft es dann. Auch ist Lightroom nicht gerade Ressourcen schonend und wird zum Teil recht zäh in der Reaktion. Meistens hilft dann einmal beenden und wieder starten. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache das Lightroom nicht mit Dateien, also einzelnen Bildern, sondern einem Katalog arbeitet. Daher ist es immer erforderlich Bilder die man in LR bearbeiten will erst in einen Katalog zu importieren. Ist also eigentlich kein Programm um nur mal eben ein Bild in der Größe zu ändern. Und ich würde nach ein paar Jahren der LR Nutzung sagen das man hier in einigen Bereichen Kompromisse eingeht um insgesamt den größten Nutzen zu haben. Die Oberfläche ist nicht flexibel und es können zum Beispiel bestimmte Regler nicht anders positioniert werden. 

    Digital Photo Professional

    Stärken
    Kann fast alles was die anderen Programme kann in punkto Bearbeitung / Entwicklung und das Gratis. Oberfläche ist den eigenen Bedürfnissen anpassbar. Zusatzfunktionen mit Canon Objektiven.

    Schwächen
    Das ganze Interface wirkt ein wenig betagt. Auch ist manche Funktion relativ versteckt und auch nicht unbedingt intuitiv. Keine Verwaltung der Bilder möglich. Komplett andere Skala der Regler. So geht Schärfe von 1-4, die meisten anderen Programme arbeiten mit einem 100er Bereich. Insgesamt wirkt das Programm ein wenig überholt und solche Dinge wie Social Media sind dort nicht vorhanden. 

    Capture ONE

    Stärken
    Capture ONE ist nach meiner Erfahrung die Nummer 1 was die Bildqualität angeht. Die Funktionen zum selektieren einzelner Bereiche oder auch zum Schärfen sind klasse und den Kontrahenten deutlich überlegen. Außerdem gibt es ein ganz interessanten Ansatz was die Einstellung der Farbbalance angeht. Dies geschieht über einen kombinierten Regler für für die Tönung und die Heiligkeit. Und das entweder für das Bild gesamt oder getrennt nach Tiefen, Lichtern und Mitteltönen. Wasserzeichen, Texte und Export-Presets beherrscht Capture One auch. Hervorzuheben ist auch noch der Export. Dort hat man die Möglichkeit das Bild als Vorschau in der gewünschten Größe zu sehen, so lässt sich auch die Schärfe wesentlich besser beurteilen. Eines der Features das mir sehr gut gefällt. Bei Capture One ist es möglich entweder mit einzelnen Dateien oder wie bei Lightroom mit einem Katalog zu arbeiten. Allerdings werden auch bei dem Arbeiten auf der Festplatte im Hintergrund Vorschauen usw angelegt. Zweiter Monitor wird unterstützt. 

    Schwächen
    Ganz klar die Verwaltung. Meiner Meinung nach nicht wirklich gut gelöst. Kann aber auch daran liegen das ich inzwischen einen anderen Arbeitsablauf gewöhnt bin. Weniger Export-Möglichkeiten als im Vergleich bei Lightroom. Die Größenangabe der Datei ist nicht wirklich zu gebrauchen, mehr ein grober Anhaltspunkt. Der Preis ist meiner Meinung nach auch ein Schwachpunkt, sowohl im Abo als auch als Lizenz. Allerdings hat man bei Phase One wohl auch einen anderen Kundenkreis im Auge und da ist der Preis wohl kein Kriterium.

    ACDSee Photo Studio Ultimate

    Stärken
    Eine der Stärken von ACDSee ist die Geschwindigkeit. Das Programm startet am schnellsten von allen und ist auch daher gut dazu geeignet ein Bild nur mal in der Größe zu verändern. Mit ACDSee bekommt man auch einen Erweiterung im Kontextmenü der Explorer, mit Namen Pica View. Diese sorgt für eine Schnellansicht eines markierten Bildes. Auch hier gibt es wie bei LR eine Karte mit der man GPS Daten zu den Bildern ergänzen oder anzeigen lassen kann. Tolle Funktionen wenn man auf die Schnelle 100 Bilder in einer bestimmten Größe haben will. Insgesamt Flexibel. Günstiger Preis. Daher auch ein super Preisleistungsverhältnis. Ein zweiter Monitor wird unterstützt. Es gibt für die Entwicklung einen Licht und einen Farb-Equalizer. Gut gelöst und ein Alleinstellungsmerkmal.

    Schwächen
    Mir fehlt es ein wenig an Übersichtlichkeit was die Arbeitsoberfläche angeht, es wirkt nicht wirklich aus einem Guss. Es gibt zwei Reiter, Entwickeln und bearbeiten. Für mich persönlich macht diese Unterscheidung keinen Sinn. Das Rauschen steigt schnell sehr stark an und die Rauschreduzierung ist nicht sehr wirkungsvoll.

    ON1 Photo RAW

    Stärken
    Zusammen mit Lightroom und ACDSee eine brauchbare Bildverwaltung. Viele Presets und Filter. Alle Einstellungen die man benötigt um ein Bild zu entwickeln. Günstiger Preis. Eigentlich kann man mit dem Programm nicht viel verkehrt machen. Es ist in allen Bereichen recht solide aber auch nicht überragend. Verschiedene Filter zum schärfen. Kein Katalog benötigt, Bilder werden direkt von der Festplatte angezeigt. Schnell. Relativ häufige Updates

    Schwächen
    Rauschreduzierung nicht wirklich effektiv. Bilder fangen schnell an relativ stark zu rauschen. Keine Unterstützung eines zweiten Monitors. Keine Karte um Positionen in den Bildern zu speichern. Export etwas umständlich. Keine Social Media Anbindung. Keine Vorausberechnung der Dateigröße beim Export.

    Nachdem ein Leser auf meiner Facebook Seite (siehe oben) mich auf ein weiteres Programm aufmerksam gemacht hat, mit Namen Luminar 2018, folgt mein Fazit zu diesem Programm nun. 

    Luminar 2018

    Stärken
    Günstigstes Programm im Test (mit Abstand). Viele Presets. Oberfläche und Regler die angezeigt werden können angepasst werden. Größte Anzahl an verschiedenen Reglern und Automatiken. Tolle vorher / nachher Ansicht im Programm. Arbeitet mit Ebenen wie Photoshop. Gibt es auch bei Photo Waw und ACDSee, wirkt hier aber durchdachter

    Schwächen
    Wenig Optionen beim Export. Fast zu viele Einstellungsmöglichkeiten, wirkt schon fast überladen. Keine Bildverwaltung, jedes Bild muss wie in Photoshop einzeln geöffnet werden. Zum Teil auch auf schnellem PC langsam. Verstärkt vorhandenes Rauschen sehr stark. Bilder neigen stärker dazu Rauschen zu entwickeln

     

    Fairerweise muss ich aber sagen das ich mich mit Luminar nur knapp 2 Stunden beschäftigt habe und natürlich nicht wirklich Durchblick habe. Es spricht aber ja für das Programm das ich trotzdem etwas zustande bekommen habe. Einen Moment habe ich ja auch überlegt es direkt zu kaufen, aber das wäre dann das dritte Programm nach Lightroom, ON1 Photo Raw und ACDSee. Auf der Webseite ist angekündigt das es noch in diesem Jahr ein Bibliotheksmodul in Form eines Updates erscheint. Und des weiteren das alle kommenden Updates in diesem Jahr sowie im Jahr 2019 für Käufer der 2018 Version kostenfrei sein werden.

    Hier noch mal ein Vergleich zwischen Capture One (links) und Luminar (rechts). Ein und das selbe Bild aber unterschiedliche Ergebnisse. Beides geht aber in die gleiche Richtung.

    Fazit

    Im großen und ganzen ist es fast egal welches Programm man wählt. Mit jedem wird man auf die ein oder andere Art an das gewünschte Ziel kommen. Bei Luminar zu einem sehr günstigen Preis von 69€. Viel wichtiger ist im zweifel was man außer der reinen Bearbeitung noch mit den Bildern anstellen will. Bei Export und Verwaltung ist Lightroom klar das beste Programm. Wenn man die dortigen Möglichkeiten kennt ist man von allen anderen Programmen in der Hinsicht ein wenig enttäuscht. Bleibt bei Adobe die Sache mit dem Abo. Da gibt es viele Leute die es nicht wollen, warum auch immer. Letztlich halte ich die rund 140€ für Lightroom und Photoshop für recht günstig. Man muss bedenken das man beim Abo auch jedes Update bekommt. Hätte man es gekauft, müsste man zumindest bei Versionssprüngen erneut bezahlen.
    Rein von der Qualität der Ergebnisse beim fertigen Bild, tendiere ich dazu Capture One auf den ersten Platz zu setzen, was aber auch mit über 300€ ein großes Loch in das Portemonnaie reißt. Wobei das auch relativ ist, wenn man bedenkt das man für Objektive schnell bei vierstelligen Beträgen ist. Wenn man an der stelle soviel Geld in die Hand nimmt, wäre es eigentlich inkonsequent bei der Software zu sparen.

    Meine Rangliste sieht so aus, was die reine Bildbearbeitung angeht

    1. Capture One 11
    2. Lightroom 8
    3. Luminar / On1 Photo Raw
    4. DPP / ACDSee
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  • Sat, 17 Nov 2018 21:29:09 +0000

    Hamburg 17.11.2018

    Spotten am Helmut Schmidt Airport

    Meine Freundin hatte einen Lehrgang in Quickborn und meinte wir könnten uns ja dort in der Gegend ein Zimmer nehmen und das ganze Wochenende dort verbringen. Gesagt getan und schnell war eine passende Unterkunft in Barmstedt gefunden. Am Samstag Morgen fuhr ich sie dann zu ihrem Lehrgang und ich machte mich weiter auf den Weg zum Flughafen Hamburg. Die Wettervorhersage war auch perfekt, zwar kalt aber den ganzen Tag Sonnen und blauer Himmel. Und so ist es dann auch gekommen. Nachdem ich einmal falsch abgebogen war, bin ich an meinem Ziel angekommen, der Spotterposition am Kronstiegtunnel. Ich hatte mich bewusst für diesen Ort entschieden, hat man hier doch die Sonne die ganze Zeit im Rücken. Und wenn ich mir meine Bilder so anschaue war es auch eine gute Wahl. Auch wenn die Infrastruktur nicht mit der am Coffee to Fly mithalten kann, geht es ja in erster Linie um schöne Fotos. 

    Toll ist, das es in Hamburg inzwischen an vielen Stellen Löcher im Zaun gibt, extra zum fotografieren. Das ist eine tolle Sache und spart auch die Leiter. Und so profitieren vermutlich beide Seiten. Der Flugplatz hat nicht das Problem das einige unbelehrbare den Natordraht auf dem Zaun verdrehen um zu fotografieren und die Spotter haben klasse Fotopositionen.  

    Spotter-Fenster

    Auf dem Foto sieht man ja die Kette in der Mitte. Ursprünglich waren die Fotolöcher von der Behörde ohne diese Kette genehmigt worden, dann gab es aber wohl doch bedenken. So könnte man ja zum Beispiel ein Säugling durch das Loch stecken. Und zu guter letzt hat sich der NDR wohl auch noch eingeschaltet. Dadurch kam es zu dieser Nachbesserung. Trotzdem sind diese Löcher im Zaun klasse, auch mit Kette. Einziger ganz kleiner Kritikpunkt von mir, es ist durch die Kette recht schwierig vernünftige „Mitzieher“ zu fotografieren. Aber das ist jammern auf ganz hohem Niveau. Alles in allem eine tolle, spotterfreundliche Lösung die da gefunden wurde. An der Stelle an der ich war, habe ich 21 solcher Öffnungen, in verschiedenen Höhen, gezählt.  

    Da ich keine großen Erwartungen an den Tag am Flughafen hatte, außer mal wieder ausgiebig zu fotografieren, konnte ich eigentlich nicht enttäuscht werden. Aber der Tag entpuppte sich als ganz abwechslungsreich. Ein A400 startetet auf der Nebenbahn, ein Airbus Testflug schaute vorbei, eine polnische Regierungsmaschine und die tägliche 777 von Emirates sorgten auch für Abwechslung. Nebenbei konnte ich noch einen Falken bei der Nahrungssuche und finden beobachten. 

    Lustig war auch das der Falkner, der den Flughafen Hamburg betreut, zweimal an meiner Position vorbei fuhr. Man schaut schon zweimal hin, wenn ein Auto vorbeifährt und auf dem Arm des Fahrers sitzt ein Greifvogel. Leider war ich nicht reaktionsschnell genug, um das ganze im Bild festzuhalten. Mit so etwas rechnet man ja auch nicht wirklich.   

    Witziges Detail am Rande. Dymphna ist die Patronin der psychisch Kranken. Ob das der beste Name für ein Flugzeug ist? Bis 1970 beschäftigte Aer Lingus nur ledige Stewardessen. Heiratete eine Flugbegleiterin, musste sie das Unternehmen verlassen. Erst ab 1978 wurde auch männliches Kabinenpersonal eingestellt. Später war Aer Lingus die zweite europäische Gesellschaft, die weibliche Piloten, und die erste weltweit, die eine Frau als Chefpilotin beschäftigte.

    Ein tolle Sache am Internet ist, und das habe ich sicher schon öfter geschrieben, das man zu fast allem etwas finden kann. So zum Beispiel zu der Maschine von Aer Lingus. Die Airline ist nach Ryanair die zweitgrößte irische Airline. Und zu Ryanair gibt es auch eine besondere Beziehung. So versuchte die größte irische Airline in den Jahren 2006, 2008 und 2012 insgesamt dreimal Aer Lingus zu übernehmen. Unter anderem waren die Angebote dadurch gekennzeichnet das der Betrag den Ryanair bot, immer geringer wurde. Unter anderem aus wettbewerbsrechtlichen Gründen scheiterte das vorhaben. Aber auch weil die Airline nicht bereit war, zu verkaufen. Zeitweise war Ryanair mit knapp 30% der Anteile schon ein recht großer Aktionär bei Aer Lingus. Der Name leitet sich übrigens vom irischen „aerloingeas“ ab, was soviel wie Luftflotte bedeutet. 

    Zwei Beispiele für unterschiedliche Lackierungen. Zum einen Rossiya und zum anderen Lufthansa. Bei Rossiya ist eine Tochtergesellschaft von Aeroflot, die 75% und damit die Mehrheit der Anteile hält. Ursprünglich wurde die Airline als Pulkovo Aviation Enterprise im Jahr 1932 gegründet. Inzwischen fliegt die Airline ausschließlich westliche Flugzeuge der Marken Boeing und Airbus.  Wer sich schon mal gefragt hat warum die (westlichen) Flugzeuge der meisten russischen Airlines entweder in Bermuda (VP) oder Irland (EI) registriert sind, dem kann geholfen werden. Bei der Eintragung von westlichen Flugzeugen ins russische Register, werden sehr hohe Import-Steuern fällig. Was dazu führt das diese Steuern durch diesen Trick umgangen werden. Was die Lackierung angeht, finde ich es recht gelungen

    Auf der anderen Seite die Lufthansa. Die alte Lackierung hatte wenigstens noch ein wenig Orange. Diese neue Lackierung gefällt mir persönlich überhaut nicht. Spontan fallen mir dazu eigentlich nur Dinge wie steril, uninspiriert,langweilig oder austauschbar ein. Auf mich hat diese Bemalung auch keinen Wiedererkennungswert und wirkt vüllig austauschbar. Aber da man ja viel Geld ausgegeben hat, zum Start eigens eine Webseite hatte, wird man wohl damit leben müssen. Eigentlich schade.   

    Ein Besucher aus Finkenwerder. Der A320-251N mit der Kennung 9M-RAK ist hier auf seinem ersten Flug überhaupt zu sehen. Für diesen Flugzeugtyp hat Airbus 3.980 Bestellungen von denen bisher ca. 450 ausgeliefert sind.

    Zwischenzeitlich tauchte auch ein A320 Neo im rahmen seines allerersten fluges in Finkenwerder auf. Er landete allerdings nicht, sonder machte nur einen Anflug und ging schon weit vor dem Bahnanfang wieder in den Steigflug. Die Triebwerke der Maschine stammen von CFM und nennen sich Leap 1A. CFM konnte seine Marktanteil von 50 auf 60% erhöhen, in der Hauptsache, weil sich nach Problemen mit dem Pratt & Whitney PW1000G, viele Kunden für das Triebwerk von CFM entschieden haben. 

    Und bei rund 30% der bestellten Maschinen haben sich die Airlines noch nicht entschieden, welches Triebwerk sie wählen werden. Die PW1000G Triebwerksfamilie wird im A320NEO, der Irkut MC-21, dem Airbus A220, der Embraer E-Jet Familie und dem Mitsubishi Regional Jet eingesetzt. Der Konkurent von CFM steht in drei Varianten für den A320NEO, die Boeing 737 MAX und die COMAC C919 zu Verfügung. Definitiv hatte dieser Airbus jedenfalls einen ganz anderen klang als das was man sonst so hört. Daraus schließe ich das ich noch nicht viele „NEO’s“ gehört habe. 

    Die meiste Zeit war ich allein am Zaun, gegen mittag wurde es mal kurz voller aber es lehrte sich auch wieder recht schnell. Tatsächlich habe ich von 10:45 bis 15:45 am Zaun gestanden. Irgendwann haben aber die Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt ihren Tribut gefordert. Und so habe ich mich dann wieder auf den Rückweg gemacht. Um 16:20 war eh Sonnenuntergang. Zurück zur Ferienwohnung zu fahren hat sich auch nicht wirklich gelohnt, da ich um 18 Uhr meine Freundin wieder von dem Lehrgang abholen sollte. Also bin ich dann erstmal bis nach Quickborn gefahren und habe das Auto bei REWE geparkt. Als ich da so bei REWE auf dem Parkplatz überlegte wie ich jetzt 1 1/2 Stunden totschlagen kann, ist mir aufgefallen das der Anflug der 15 genau über Quickborn führt. Mittlerweile zeigte die Uhr an, das der Sonnenuntergang nur noch 10 Minuten entfernt war. Also habe ich das 600mm Objektiv noch mal ausgepackt und damit auch einige verwunderte Blicke der Supermarktbesucher geerntet. Aber das Licht war einfach zu gut. Und ganz offensichtlich war der Fotohunger für diesen Tag noch nicht völlig gestillt.  

    Hier folgen nun schon mal ein paar Bilder die ich schon bearbeitet habe, vermutlich werden es in der kommenden Woche noch ein paar mehr werden. 

  • Sun, 11 Nov 2018 17:02:59 +0000

    Erste Flugversuche mit X-Plane

    Inzwischen habe ich einen neuen PC und dieser ist deutlich leistungsfähiger als der alte. Auch wenn eine SSD, eine Festplatte und ein paar Schrauben aus zwei meiner alten Rechner im neuen weiterleben. Eine der ersten Dinge die ich natürlich ausprobieren wollte war der FSX, den ich in der Steam Edition besitze. Schön ist ja an Steam das man nicht lange suchen muss und die Software direkt wieder installieren kann. Auch hatte ich noch ein Wetter Add-On bei Steam gekauft, auch dieses wurde sofort wieder installiert. 

    P-3C der Marine im FSX XSteam Edition
    Blick auf den Flugplatz in Nordholz (FSX)

    Das war natürlich ein Aha-Erlebnis. Das sah schon richtig klasse aus. Als ich aber am folgenden Tag wieder spielen wollte, funktionierte es nicht mehr. Ich konnte zwar im Menü noch einen Flug auswählen bzw. zusammenstellen, aber es kam kein Ladebalken und auch kein Cockpit. Nach ein wenig probieren fand ich dann heraus das es wohl an einem Windows Update (Oktober Update) liegt, welches vorher installiert wurde. Tatsächlich konnte man den Sim noch starten, aber nur im DX10 Preview Modus und damit verbunden mit vielen Grafikfehlern. Es gibt wohl ein Tool um das zu beheben, kostet allerdings  knapp 30€. Das war mir der FSX, der ja schon deutlich in die Jahre gekommen ist, nicht (mehr) wert. Also galt es sich nach einer Alternative umzusehen. 

    Irgendwann früher hatte ich schon man X-Plane in einer früheren Version ausprobiert. Da hatte es mich aber nicht so überzeugt. Aber nun waren es ja neue Voraussetzungen, denn „fliegen“ wollte ich mit dem neuen PC schon. In der Demo kann man nur in 2 Gebieten fliegen und man ist auf 15 Minuten pro Session beschränkt. Aber um damit herauszufinden ob man damit „warm“ wirt, dafür sollte es reichen. Und soviel kann ich schon verraten, es hat gereicht. Eigentlich bin ich ganz zufrieden und habe inzwischen die Vollversion als Download gekauft. 

    Das kleine Video habe ich heute mal aufgenommen und zusammen geschnitten. Da es mit der InGame Sound nicht geklappt hat, habe ich mal ein wenig (GEMA) freie Musik darunter gelegt.  

    Sportflugplatz in Nordholz (X-Plane)
    Cuxhaven (X-Plane)

    Wie man schon an den beiden Bildern erkennen kann, braucht sich X-Plane in Sachen Grafik nicht verstecken. Und das was man in den Bildern sieht ist in Bezug auf die Scenery Freeware. Es gibt verschiedene Pakete die man downloaden kann und sich so seine eigene Welt zusammenstellen. Toll ist bei X-Plane die Genauigkeit des Geländes. Mir als Ortskundigem ist es quasi möglich nach Straßen zu navigieren. Eine weitere tolle Sache bei X-Plane ist die Tatsache das es zum Bespiel in Runways Gefälle und Steigungen gibt. Zum Bespiel in Nordholz. Am Startpunkt der Bahn 26 sieht man nicht das Ende der Bahn. Auch macht es richtig Spaß das Gelände zu erkunden. In Cuxhaven habe ich zum Beispiel Wasserturm und Fernsehturm entdeckt und das auch an den richtigen Positionen. 

    Vorteil X-Plane

    Nachteil X-Plane Gelände besser Vermutlich Seitenruderpedale nötig Flugzeug und Scenry Installation AI-Traffic Scenery Daten (50GB) Funkverkehr   Preis (fast 60€)

    Auf den ersten Blick, sieht es natürlich so aus, als wenn die Nachteile überwiegen. Allerdings wird man beim FSX mehr als 60 € ausgeben müssen. Auch finde ich sieht X-Plane besser aus, als zum Beispiel der FSX zusammen mit VFR Germany von Aerosoft. Der AI-Traffic ist bei X-Plane ehr dürftig und zum Teil ist das Verhalten dieses manchmal auch nicht wirklich schlüssig. Der Funkverkehr ist bei beiden Sim’s nicht das gelbe vom Ei, bei X-Plane zusätzlich aber auch noch extrem nervig. Das System wie man Gelände hinzufügt ist, nach ca. 20 Minuten lesen und verstehen, wesentlich schlüssiger als im FSX. Man muss Gebiete oder Texturen nur in einen Ordner schieben und dann in einer ini Datei die Position angeben. Ganz unten in der Datei stehen zum Beispiel Gelände und Höheninformation und an der Spitze einzelne Flugplätze. Bei Flugzeugen ist es noch einfacher. Einfach den Ordner mit dem Flugzeug in den Flugzeugordner in X-Plane kopieren, fertig. Nett finde ich auch das man eine Taschenlampe hat, die man auswählen kann. Ist ganz praktisch wenn man ohne laufenden Motor einen Nachtflug startet. Damit findet man die entsprechenden Schalter einfacher. Auch ist der 2. Monitor (wenn vorhanden) klasse eingebunden. Man kann aus verschiedenen möglichen Ansichten auswählen die dort angezeigt werden. So gibt es eine Fluglehrerstation, an der auch Störfälle ausgelöst werden können. Ach ja, Störfälle, in X-Plane sollte man sich auch an entsprechende Geschwindigkeiten halten. Mich hat das Ausfahren der Landeklappen bei zu hoher Geschwindigkeit schon mal einen Landeklappe gekostet. 

    fehlende Landeklappe im Anflug

    Fazit:
    Ich habe den Kauf nicht bereut und werde wohl noch viele Stunden im X-Plane Universum verbringen.

  • Wed, 31 Oct 2018 11:44:18 +0000

    Der Zivilflugplatz in der Presse

    Am gestrigen Dienstag war ein Bericht über den Zivilflugplatz in der lokalen Presse. Sowohl in der Nordsee-Zeitung als auch in den Cuxhavener-Nachrichten. Bis auf die Auswahl der Beitragsbilder sind die Artikel aber identisch. Anlass für die Berichterstattung war die Tatsache das ein Workshop in den Hapag-Hallen Cuxhaven, mit dem Thema „Welchen Flughafen braucht die Region“, stattgefunden hat. Daran waren rund 40 Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf Einladung des Unternehmensverbandes Cuxhaven Elbe-Weser-Dreieck. In diesem Verband sind verschiedene Unternehmen Mitglieder. Im Vorstand dieses Vereins ist jedenfalls eine große Bandbreite vertreten. Das geht vom Einzelhandel, über Volksbank, Otto Wulf GmbH, EWE Wasser GmbH, VOCO GmbH, Cuxliner GmbH bis zu PNE Wind AG. Es wurde am Rande zum Beispiel die Frage aufgeworfen, ob die bisherige Strategie auf Privatjets und Kleinflugzeuge zu setzen richtig ist. Da die Einnahmen (zum Beispiel Landegebühren) bei diesen kleinen Maschinen, im Verhältnis zu den Fixkosten zu gering sind. Größere Maschinen würden dabei helfen ein ausgeglicheneres Ergebnis zu erzielen.  Das war aber zumindest in der Vergangenheit nicht erfolgreich, wenn man an den Mallorca-Versuch mit Germania im letzten Jahr denkt. Dieses Unterfangen scheiterte laut Presse an Sicherheitsproblemen, schon nach einem Flug. Laut dem Artikel beträgt der jährliche Zuschuss durch den Landkreis Cuxhaven zwischen 200.000 und 300.000 €. Seit der Schließung des Flugplatz Luneort 2016 steigerte dich der Flugbetrieb, was aber wiederum zu Investitionen führte. So wurde das Vorfeld verlängert, ein zweiter Feuerlöschteich gebaut und es kamen Hallen dazu.  

    Ganz interessant ist vielleicht ein Blick auf die Beteiligungsverhältnisse der Flughafen-Betriebsgesellschaft. Da sind einige naheliegende Akteure vertreten aber auch welche die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Lutz Wilhelm Voss ist zum Beispiel Geschäftsführer bei verschiedenen Gesellschaften. Zum Beispiel bei der Cuxhavener Urlaubswelten GmbH und einigen weiteren. Mibau dürfte relativ bekannt sein und taucht im Hafen von Cuxhaven öfter auf. Lenox GmbH & Co KG ist hingegen wieder interessant. Geschäftsführer ist Dirk Ahlers, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender und größter Einzelaktionär der Frosta AG. Hinter der Seier GmbH, einer Unternehmensgruppe, gehören Firmen wie Wähler oder auch die Cuxland Ferienparks.
    In dem Presseartikel wird auch Norbert Plambeck erwähnt. Dieser hat ja Pläne für den Alten Fischereihafen in Cuxhaven und auch die Vision das irgendwann wieder Kreuzfahrtschiffe in Cuxhaven anlegen. In dem Artikel wird ausgeführt, das dabei der Flugplatz in Nordholz eine wichtige Rolle Spielen könnte. So könnte man dann Passagiere zu Ausflugszielen in Deutschland per Flugzeug bringen. In der Vergangenheit gab es schon mal den Fall das Kreuzfahrtgäste aus Frankreich, per Flugzeug in Nordholz angekommen sind. Ob das jetzt noch so möglich wäre, nach den Problemen mit den Germania Flügen, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, das der Vorstandsvorsitzende der Plambeck Holding Norbert Plambeck ist. Da schließt sich dann der Kreis zwischen Zivilflugplatz und Altem Fischereihafen in Cuxhaven.

     

    Gesellschafter Stammeinlage € Anteil in % Landkreis Cuxhaven 1.040.677 69,38 Stadt Cuxhaven 118.448 7,89 Gemeinde Wurster NK 77.675 5,17 Plambeck Holding GmbH 35.800 2,39 Lutz Willem Voß 35.800 2,39 Mibau Holding GmbH 35.800 2,39 Lenox GmbH & Co. KG 36.000 2,40 OLT Flugbeteiligungen GmbH 48.000 3,20 Seier GmbH 36.000 2,40 FBG GmbH 35.800 2,39

    Ich habe mir auch die Jahresergebnisse und Haushaltsplanungen für den Flugplatz angeschaut, soweit ich diese bei der Stadt Cuxhaven oder dem Landkreis gefunden habe. In einem der Dokumente wird erwähnt das die neuen Hallen auch zu neuen Mieteinnahmen führen werden. In den Planungen für 2019-2021 sind allerdings die Erträge mit einem immer gleich hohen Betrag angesetzt, die Abschreibungen sind in diesem Zeitraum allerdings vervierfacht. Das erschließt sich mir noch nicht so ganz. 
    Auch war in einem Bericht zu lesen das die Mittel für den Hallenbau aus dem regulären Haushalt des Landkreis entnommen wurden. Erst nachträglich gab es dann einen Nachtragshaushalt. Das führte dazu das geplante Straßeninstandhaltungen nicht durchgeführt werden konnten. 

    So oder so wird es spannend zu beobachten sein wie es weitergeht mit dem Zivilflugplatz

  • Sat, 27 Oct 2018 16:15:35 +0000

    PAL Aerospace in Nordholz
    Am heutigen Samstag kam ungewöhnlicher Besuch nach Nordholz. Es handelte sich um eine DHC-8-300 der kanadischen Firma PAL Aerospace. Ob die Bezeichnung DHC-8 noch richtig ist weiß ich nicht. Gebaut wurde die Maschine zumindest, vor etwas mehr als 23 Jahren, als solche. Ihr Leben als Passagierflugzeug begann sie sogar nicht unweit von Deutschland. Erster Besitzer der Maschine war die österreichische Firma Rheintalflug. Dort flog  sie mit der Kennung OE-LRZ und dem Namen „St. Gallen“. Inzwischen ist die Airline aber Geschichte.
    DHC-8-300 von PAL Aerospace bei der Ankunft in Nordholz

    Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2016 verschlug es die Maschine nach Antigua und Barbuda in die Karibik. Bis sie dann, nach 5 monatiger Einlagerung, bei ihrem jetzigen Besitzer, PAL Aerospace angekommen ist. Die bauten das Flugzeug in der Folge, wie sie es nennen, zu einem Force Multiplier um. Unter dem  etwas sperrigem Begriff versteckt sich in erster Linie ein Seefernaufklärer. Allerdings mit einem ganz anderen Ansatz. Denn es handelt sich ein Flugzeug das man „anmieten“ kann und das dann mit Crew von PAL Aerospace gestellt wird. Von einem solchen Ansatz habe ich heute zum ersten mal gehört.

    Die De Havilland kurz nach erreichen der RAMP 1

    Und eigentlich ist auch die Aussage, das es sich um ein Seeraumüberwachungsflugzeug handelt viel zu kurz gegriffen. Es handelt sich um eine ISR Plattform. ISR steht für Intelligence, Surveillance and Reconnaissance. Übersetzen könnte man das ganze wohl am besten mit Nachrichtendienst, Überwachung und Aufklärung. Damit wäre quasi auch schon die Aufgabe der ehemaligen SIGINT Atlantic abgedeckt. Dieses Flugzeug oder anders gesagt diese Plattform, ist noch relativ neu. Sie wurde im November 2017 auf der Dubai Airshow erstmals vorgestellt. Auch kann ein solches Flugzeug die Aufgaben eines Ölüberwachungsflugzeug, wie zum Beispiel die der in Nordholz beheimateten Do 228, zumindest zum Teil übernehmen. Und das geschieht auch momentan schon. So sind zum Beispiel die Niederlande Kunde bei PAL Aerospace. Es gibt einen Vertrag der 2 Dash 8 Flugzeuge beinhaltet, welche in der Niederländischen Karibik auf Curacao stationiert sind. Dieser Vertrag deckt die Überwachung bezüglich illegaler Immigration, Fischereiüberwachung und Drogen ab. Der Wert dieses Kontrakt wird mit 30 Millionen Dollar angegeben, wurde im Juli 2017 um 2 Jahre verlängert.  

    Ausrüstung

    Die Ausstattung, dieser relativ kleinen Maschine, finde ich persönlich recht beeindruckend. So verfügt das Flugzeug über ein AESA  (Active Electronically Scanned Array) Radar. Das bedeutet das man das Radar nicht physisch schwenken muss um die Position der Radarkeule zu verändern, sondern das passiert elektronisch. Das Radar vom Typ Searchmaster kommt von der Firma Thales und wiegt gerade einmal 75 kg. Darum wird auch von Thales behauptet, das es das Radar mit dem besten Gewichts/Leistungsverhältnis ist. Zusätzlich gibt es eine Kamera am Bug, die sowohl im optischen als auch im Infrarot Bereich arbeitet. Daher ist sie bei Tag und Nacht einsetzbar.  

    Das Cockpit ist so ausgelegt, das es mit Nachtsichtgeräten kompatibel ist. Außerdem hat das Flugzeug größere Tanks, was zu einer Ausdauer von über 10 Stunden führt. Auch ist es möglich Dinge aus dem Flugzeug abzuwerfen. Zum Beispiel Rettungsflöße, Rauch-Marker oder  Leuchtraketen. Schiffsbewegungen können mittels AIS überwacht werden. Die Konsolen zur Darstellung der gesammelten Daten stammen ebenfalls von Thales und nennen sich AMASCOS. Da die Maschine auch über SATCOM verfügt, ist es Möglich Bilder und Videos aus dem Einsatz schon während des Flugs zu übertragen. Die Typische Crew besteht aus 6 Personen. 2 Piloten, 1 TACO, 1 radar Operator und 2 Beobachtern.

    Ein paar der Details an der C-GFMX am Bild erklärt.

    Konzept

    Das Konzept hinter dem Flugzeug ist relativ einfach. Man kann es Stunden / Tageweise oder für längere Zeiträume mieten. Wenn man zum Beispiel  ein Sportevent (Olympia, WM) überwachen will, wird man dafür nicht extra Flugzeuge anschaffen. Es kann auch als eine Art Interimslösung genutzt werden, bis der Auftraggeber ein neues Muster eingeführt hat. 

    Das bietet den Vorteil das man das vorhandene Know How der Crews nicht verliert. Ein weiterer Aspekt ist, das die Maschine auch zum Training von Crews eingesetzt werden kann. Normalerweise wird die Crew von PAL Aerospace gestellt, in solchen fällen wäre sie dann aber gemischt. Gerade aufgrund der Tatsache das viele P-3 momentan ersetzt werden müssen, erhofft  

    sich die Firma einen Markt für das Flugzeug. Ob sich das tatsächlich so bewahrheitet, wir die Zukunft zeigen müssen. Grundsätzlich klingt die Idee aber nicht dumm. Es ist sicherlich einfacher ein solches Flugzeug zu mieten, also die Beschaffung einer ganzen Flotte zu bewerkstelligen. Sowohl politisch als auch finanziell. 

    Stellt sich die Frage warum dieses Flugzeug ausgerechnet in Nordholz steht. Wissen tue ich es nicht aber es finden sich ja gewisse Anknüpfungspunkte, von denen man denken könnte, das sie die Marine zu einem potentiellen Kunden von PAL Aerospace machen. So zum Beispiel das die ehr betagte P-3 die in Nordholz genutzt wird. Oder die Tatsache, das gerade eine Modernisierung der Atlantique 2 beschlossen wurde. Da wird dann auch das Searchmaster Radar von Thales an der Atlantique verwendet.  Kleiner Exkurs am Rande, die Atlantic in Nordholz wurde unter anderem außer Dienst gestellt, weil man sagte, das der Unterhalt zu teuer wird. Offensichtlich hält das die Franzosen nicht ab oder aber sie haben andere Daten. Die modernisierte ATL2 soll noch  wenigstens bis zum Jahr 2030 fliegen und das in einer Stärke von 18 Maschinen. 

    Der wichtigste Faktor könnte aber sein das Airbus und PAL schon jetzt Partner sind beim C295W Programm. Da Airbus ja auch bei der P-3 mit im Boot ist, könnte sich hier der Kreis schließen. Es kann aber natürlich auch sein das es sich einfach um einen Zufall handelt das die Maschine heute in Nordholz gelandet ist. Vielleicht wird man das irgendwann mal erfahren. 

  • Tue, 09 Oct 2018 20:26:23 +0000

    Germania in Nordholz

    Am Dienstag und Mittwoch war mal wieder Germania in Nordholz zu Gast. Wie ich später erfahren habe, handelte es sich dabei um ein Type-Rating für den Airbus. Durch einen glücklichen Zufall oder anders gesagt, durch die Möglichkeiten des Internet, bin ich in Kontakt gekommen mit einem der in der Maschine gesessen hat. Da die Crews gerne Bilder als Erinnerung haben wollten, habe ich gleich gefragt ob es möglich ist im Gegenzug ein paar Aufnahmen aus dem Flieger zu bekommen. Und wie man sieht, an den Bildern in diesem Beitrag, war es möglich. 

    Alle Bilder bei Tageslicht sind in oder auf dem Weg nach Nordholz aufgenommen. Die Bilder welche in der Dämmerung entstanden sind, sind auf dem Flug von Nordholz nach München am Mittwoch angefertigt worden. Von München ging die Maschine übrigens weiter nach Tel Aviv. Am Dienstag kam die Maschine auch aus Hamburg, flog nach erfolgreichem Type Rating dann allerdings weiter zum Bodensee. Toll war natürlich an beiden Tagen, das auch noch am frühen Abend geflogen wurde und sich so tolle Lichtspiele und Farben ergaben.

    Germany Type Rating in Nordholz

    So wie auf diesem Bild vom Dienstag zu sehen. Toll war auch das an beiden Tagen verschiedene Landerichtungen genutzt wurden. Während am Dienstag die Bahn 26 aktiv war, war es am Mittwoch die 08. Natürlich habe ich auch versucht verschiedene Perspektiven zu finden. Ich hoffe es ist gelungen. Zu den Bilder aus dem Flugzeug sei noch gesagt das es am Mittwoch relativ diesig war und die Maschine auch relativ schnell weit weg vom Flugplatz. So sind leider nicht wirklich tolle Aufnahmen des Flugplatzes in Nordholz aus der Luft zustande gekommen. In dem Airbus A319 saßen am Mittwoch gerade mal 6 Personen. Das Type Rating erfordert auch ein Landetraining, welches in Nordholz durchgeführt wurde. Dazu musste jeder der Umschüler 6 Starts und Landungen fliegen. Als Spotter natürlich klasse wenn da ein Airbus am Platz ist und rund 2 Stunden lang Platzrunden fliegt. 

    Viel Platz im Airbus

    An den Beiden Tagen habe ich jedenfalls mehrere hundert Aufnahmen gemacht, vermutlich ist die D-ABGO jetzt eines der „besser“ dokumentierten Flugzeuge in meiner Fotosammlung 😉









    Zweites Highlight des Abends war eine Luftbetankung. Ich meine es war ESSO 75 und NATO40. Immer wieder faszinierend zu sehen. Erstaunlich das überhaupt ein brauchbares Bild entstanden ist, bei 500mm Brennweite und 1/80.

    Als die Umschüler den Flugplatz in Nordholz verlassen hatte, folgte als weiteres Highlight noch eine Luftbetankung. Ich finde es immer wieder faszinierend so etwas zu beobachten. Und es verliert nichts an seiner Faszination. Und auch danach habe ich mal den Flugplatz genutzt um ein Sonnenuntergangsbild aufzunehmen. 

    Später war wieder „Ruhe“ rund um den Flugplatz. Und es bot sich dieser Anblick

    Am Mittwoch war ich deutlich früher am Platz und so habe ich deutlich mehr Aufnahmen des Germania Fliegers gemacht. Und auch sonst war an diesem Tag noch ein wenig mehr Flugbetrieb. Einen Sea King konnte ich fotografieren, der geleaste EC, die Do228NG 57+05 folgten auch auf die Speicherkarte. Zum Abschluss dieses Fototages bin ich dann natürlich noch mal beim Zivilflugplatz vorbei gefahren. Dort befand sich eine Cessna Caravan. Natürlich habe ich auch versucht etwas über diese Maschine mit der Kennung D-FBSF herauszufinden. 

    Eine Cessna 208B Grand Caravan der Firma bsf swissphoto war auch noch auf dem Zivilflugplatz zu sehen. Die Firma schreibt über sich selbst “ führende Experten in Vermessung, Monitoring, Fernerkundung und Geoinformation und liefern Vermessungs-Kompetenz von Millimeter-Genauigkeit bis landesweiter Abdeckung.“

    Die Cessna war im Auftrag der Bundesanstalt für Gewässerkunde im Bereich der Außenweser für Vermessungsflüge unterwegs. Nordholz diente als Basis für die Nacht und nutzte natürlich auch die Möglichkeit hier zu tanken. Auch wenn der Firmenname suggeriert das Fotos gemacht werden, war das bei diesem Auftrag nicht der Fall. Es befand sich ein Laserscanner zur Abtastung der Geländeoberfläche an Bord. Als Ergebnis der Vermessung entsteht ein digitales Geländemodell, durch das man zum Beispiel genau Informationen zur Höhe des Geländes erhält. Aus diesem Grund fanden die Flüge über der Außenweser bei ausgeprägtem Niedrigwasser statt. 

    Wie immer hoffe ich das einige meiner Infos interessant waren oder zumindest unterhaltsam. Und ansonsten gibt es ja auch noch die Bilder. 







  • Sun, 22 Apr 2018 18:15:06 +0000

    First Landing of Type

    Hin und wieder gibt es auch in Nordholz echte Highlight’s zu bestaunen. Und ein solches war heute in gleich doppelter Form am Platz. Um kurz nach 12 Uhr am Mittag landeten in kurzer Folge 2 japanische Kawasaki P-1.

    Ankunft der ersten P-1 5503 in Nordholz

    Neben der P-8 aus den USA (die auch schon in Nordholz war) ist die P-1 der einzige Neubau was ein Seeraumüberwachungsflugzeug angeht. Gemeinsam haben beide Typen das sie die P-3 ersetzen sollen. Die Philosophien sind aber grundsätzlich verschieden. Während Japan den Ansatz, den auch schon die P-3 hatte, langsam und tief zu fliegen, weiterverfolgt, geht man mit der P-8 neue Wege. Diese soll aus größerer Höhe operieren, was vermutlich auch der Tatsache geschuldet ist, das es sich letztlich um eine umgebaute 737 NG handelt. Das hat zum einen den Vorteil das man etwas erprobtes nutzt und zum anderen wird es wohl wenig Probleme mit Ersatzteilen geben.

    Kurz vor dem Überfliegen der Flugplatzbegrenzung

    Normalerweise sollten auch die Beschaffungskosten niedriger sein, das scheint aber nicht der Fall zu sein. Indien hat pro P-8 rund 250 Millionen USD gezahlt, laut Verteidigungsministerium in Japan schlägt die P-1 mit 150 Millionen USD zu buche. An der zweiten Aufnahme sieht man auch schon einige der auffälligen Unterschiede zur P-8. Zum einen wären da 4 statt 2 Triebwerke. Was auch wieder dem Ansatz geschuldet ist, das man davon ausgeht tief mit dem Flugzeug über dem Wasser unterwegs zu sein. So hat man zum einen durch 4 Triebwerke mehr Redundanz und hat so eine zusätzliche Reserve zum Beispiel im Falle eines Vogelschlages. Der Installierte Schub ist bei beiden Flugzeugen in etwa gleich. Die 2 CFM Triebwerke liefern einen gleichen Schub wie die 4 IHI Corporation F7 Turbofan Triebwerke der P-1. Unterschied ist wiederum das die Triebwerke des japanischen Musters extra für das Flugzeug und die Aufgabe entwickelt wurden. Daher wurden Metalle und Legierungen verwendet die eine hohe Korrosionsfestigkeit auch in Umgebungen mit Salzwasser erreichen. Die Triebwerke der P-8 sind lediglich angepasst.

    Man beachte die Person am Fenster mit Handtuch? auf dem Kopf

    Auch sind die Flügelformen grundsätzlich verschieden. Die P-8 hat einen etwa 25 Grad gepfeilten Flügel der auch an der Hinterkante eine Pfeilung aufweißt. Die P-1 hingegen hat einen gepfeilte Vorderkante (etwa 23°) aber eine gerade Hinterkante. Damit ist die Flügelfläche deutlich größer was bessere Langsamflugeigenschaften zur folge hat. Auch ist das Flugzeug dadurch agiler. Zu guter letzt hat die P-1 auch einen MAD-Detektor. Daher ist die APU auch im hinteren Teil des Rumpf verbaut und nicht weiter hinten. Andernfalls würde sie die Funktion des MAD beeinträchtigen. Die graue Fläche unter dem Cockpit ist Teil des Toshiba HPS-106 AESA Radar. Dieses befindet sich auf beiden Seiten und in der Nase und bietet eine 360° Rundumsicht.

    Gegen 12:20 folgte mit der 5508 die zweite P-1

    Über dem Cockpit befindet sich das ESM. Außerdem verfügt das Cockpit über größere Scheiben sowie HeadUp Displays. Die Crew besteht aus insgesamt 11 Personen. Im Rumpf befindet sich ein Bombenschacht mit 8 Aufnahmepunkten. Dahinter sind Abwurfschächte für 30 Sonarbojen. Weitere 60 sind im Flugzeug und können nachgeladen werden. An den Tragflächen befinden sich je 4 Aufnahmepunkte für Waffen. Macht insgesamt 16 Waffenstationen. Weiter ist bemerkenswert das dieses Flugzeug per „Fly-by-light“ gesteuert wird. Das bedeutet Steuersignale werden nicht elektrisch oder mechanisch übertragen, sondern in Glasfaserkabeln per Licht.

    In der ersten Maschine waren 19 Personen, also werden es insgesamt wohl so um die 40 sein.

    Für diese Aufnahmen habe ich mich dann freiwillig weiter vom Flugplatz entfernt und bin etwa 200m weit auf eine angrenzende Weide gestellt.

    Die 5508 in der Frontansicht

    Die Übertragung per Licht bietet den Vorteil das man zum einen Gewicht spart und zum anderen die Steuerung weniger anfällig gegenüber elektromagnetischer Strahlung ist. Die P-1 ist die erste Serienmaschine der Welt die diese Technik einsetzt. Die 4 „Striche“ unter den Frontscheiben sind IFF Antennen. Die Reichweite liegt bei ca. 8.500 km und die Zuladung bei rund 10 Tonnen. Insgesamt ist sie der P-3C in eigentlich allen Bereichen überlegen, was aber bei einem Neuentwurf nicht erstaunlich ist. Welches Konzept sich tatsächlich durchsetzen wird, in großer Höhe in Verbindung mit Drohnen (P-8) oder ehr am Boden (P-1), muss man in der Zukunft sehen.

    5508 rollt auf ihren Abstellplatz zu

    An der 5503 ist man schon mit der Entladung beschäftigt

    Die P-1 wurde parallel mit der Kawasaki C-2 entwickelt. Daher verwenden beide Maschinen viele gleiche Teile. Zum einen an der Struktur als auch bei der Avionik. So ist zum Bespiel die Grundstruktur der Flügel die gleiche. Der Grund das wir überhaupt in den Genuss des Besuch gekommen sind, ist die ILA in Berlin. Daher werden die Maschinen, vermutlich am Montag, dahin weiterfliegen. Ein kurzer aber toller Besuch. Und wie man am letzten Bild sehen kann, führte es schon zu richtig Andrang im Anflug, zumindest für Nordholzer Verhältnisse.

    Selten ist ein solcher Auflauf in Nordholz

  • Fri, 13 Apr 2018 18:49:16 +0000

    Freitag der 13. bringt eine Antonov

    Antonov 124 UR-82009Kurz nach der Landung in Nordholz um 19:38

    Am heutigen Freitag den 13. war mal wieder eine Antonov 124 zu Besuch. Und entgegen dem allgemeinen Aberglauben war dieser 13. eigentlich einen Glückstag, so bot sich mal wieder die Gelegenheit eine Antonov 124 zu fotografieren. Ganz genau handelte es sich um eine Maschine der Version 124-100M-150. Wobei ich davon ausgehe das der Buchstabe M wohl für die Modernisierung steht und die 150 für die Nutzlast von 150 Tonnen. Antonov Airlines, welches ein Tochterunternehmen des Flugzeugherstellers Antonov ist, betreibt insgesamt 7 Maschinen dieses Typs. Darüberhinaus fliegt auch die einzig existierende Antonov AN-225 Mriya für Antonov Airlines. Zusätzlich gehören zur Flotte noch eine AN-22 Antei, zwei AN-12, eine AN-26 sowie eine AN-74T. Ich persönlich finde die Lackierung der Antonov Airlines Maschinen ansprechender als die des Konkurrenten Volga-Dnepr. Aber das ist sicher Ansichtssache. Die Nutzung der Antonov 124 durch die NATO geht auf das Jahr 2004 zurück, als 15 Nationen ein Memorandum of Understanding unterzeichneten. Set dem Jahr 2006 fliegt Antonov Airlines im Rahmen des SALIS Programms. Ursprünglich stand die Abkürzung SALIS für Strategic Airlift Interim Solution. Als diese Verträge aber im Jahr 2016 ausliefen und man sich bewusst war, das man diese Transportdienstleistungen noch längere Zeit benötigen wird, wurde das Programm umbenannt. Nun steht SALIS für Strategic Airlift International Solution. Da war man so clever und hat einen neuen Namen gewählt der aber ebenso zur alten Abkürzung passt.

    UR-82009 Beim wenden am Ende der Runway 26 und abbiegen auf den Taxiway. Bei dieser Maschine handelt es sich um eine Version mit westlicher Avionik, daher die Bezeichnung An-124-100M-150

    Die Änderungen an der Antonov 124-100M-150 sind vielfach aber hauptsächlich im inneren der Maschine, so das eine Unterscheidung von außen eigentlich nicht möglich ist. Eine der Hauptänderungen ist die Erhöhung der Nutzlast von 120 auf 150 Tonnen. Damit verbunden ist auch eine Anhebung des Maximalen Take-Off Gewicht von 392 auf 402 Tonnen. Die Reichweite wurde erhöht. So beträgt die Reichweite mit 120t Fracht nun 5.400 km zu vorherigen 4.650 km. Was vermutlich ein weiterer wichtiger Punkt ist, ist die Erhöhung der Nutzungsdauer.

    UR-82009 Antonov 124-100M-150

    Da ein Neubau von An 124 aufgrund des begrenzten Marktes und der Situation Russland-Ukraine ehr unwahrscheinlich erscheint. So wurde bei dieser Version die maximale Anzahl der Flugstunden auf 24.000 angehoben. Inzwischen ist ein Service life von 50.000 Stunden / 10.000 Flügen oder 45 Jahre erreicht worden. Das Wartungsintervall beträgt 500 Stunden. Wobei allerdings nicht angegeben ist um welche Art von Wartung es sich handelt. Bei zivilen Flugzeugen würde nach diesem Zeitraum wohl ein A-Check anstehen.

    UR-82009 Antonov 124-100M-150

    Verbunden mit der Erhöhung des maximalen Startgewichts wurden auch verstärkte Reifen und ein anderes Anti-skid System verwendet. Dadurch kann sich auch die Landestrecke um bis zu 30% verkürzen. Außerdem wurde der Boden des Frachtraums so verstärkt das er in der Lage ist, ein einzelnes Frachtstück mit dem Gewicht von 150 Tonnen zu tragen. Neben vielen Anpassungen auf westlichen Standard was die Avionik angeht, wurde auch die Crew von 6 auf 4 Personen reduziert. Das Triebwerk D-18T der dritten Serie wird vom ukrainischen Unternehmen Ivchenko-Progress gefertigt. Es gibt wohl auch Arbeit an einer vierten und fünften Serie bei Ivchenko-Progress. Was ich aber bei der geringen Anzahl von möglichen Abnehmern ehr für unwahrscheinlich halte. Da nur Antonov 124 und 225 dieses Triebwerk nutzen.

    UR-82009 Antonov 124-100M-150

    UR-82009 Antonov 124-100M-150

    Insgesamt hat die Antonov 124 ein Tankinhalt von 230.000 kg. Und die heute in Nordholz gelandete Maschine ist ein „Unikat“, da die UR-82009 die einzige Antonov 124 ist, mit zusätzlichen Türen im hinteren Rumpf. Diese wurden im Rahmen der Erprobung eingebaut. Da stellte sich heraus (wie jetzt auch beim A400) das es zu Problemen beim Absetzen von Fallschirmspringern über die Heckklappe kommt. Da die Verwirbelungen hinter der Maschine nicht ungefährlich sind. Zu diesem Zweck wurden auf beiden Seiten des Rumpfes (vor und unter der Registrierung) Türen eingebaut. Da aber die damalige sowjetische Armee kein Interesse mehr hatte an dem Absetzen von Fallschirmspringern aus der Antonov, bleib diese Maschine die einzige mit diesen Türen. Die Maschine ist am Freitag aus Bamako in Mali gekommen und von Nordholz aus nach Split in Kroatien geflogen.